Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

14.09.2009   08:42   +Feedback

Hier werden Sie geholfen - Sprechstunde bei Dr. Musa

Ich habe es immer vermutet: Sie sind eine selbstgefällige Mimose. Eine Schnecke, die sich unverzüglich in ihr Gehäuse zurückzieht, sobald jemand mit einem sachlichen Argument an ihrem Gehäuse anklopft. Diese eigenartige Kreatur aus Mimose und Schnecke hat schreckliche Angst vor der Sachlichkeit und fürchtet jegliche rationale Auseinandersetzung. Solche verachtenswerten Kreaturen erinnern mich sehr stark an den deutschen Michel-Kriechgang gegenüber den Erpressungen der Israellobby. Das beste und aktuellste Beispiel gibt unsere gegenwärtige Kanzlerin Angela Merkel ab.

Sie versuchen mit Diffamierung, Verleumdung und unter Einsatz Ihres Jüdischseins jeden Andersdenkenden in Sachen Unterdrückung meines Volkes nicht nur zu erpressen, sondern auch niederzumachen. Sie und die Israellobby instrumentalisieren ihr Judentum, um die Schuldgefühle der Deutschen auszunutzen und sie auf alle Ewigkeit niederzuhalten, damit sie jedes Verbrechen der Zionisten in Palästina beklatschen und gutheißen. Und diese Deutschen ducken und fügen sich, ohne Widerspruch zu erheben. Obgleich ich auch Deutscher bin, kann ich mich mit dieser …

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Bunte Welt  

09.09.2009   09:34   +Feedback

Wo tuts denn weh, Herr Doktor?

Einer geht noch, einer geht noch rein! Erst war es der Taubenzüchter aus Westfalen, der beinah ein zweiter Andy Wahol geworden wäre, wenn er sich nicht der Aufgabe verschrieben hätte, die deutsche Grammatik und Rechtschreibung seinem IQ anzupassen; dann der Potz aus Potsdam, der mal Hebräisch auf der VHS in Freiburg gelernt, eine südamerikanische Jüdin geheiratet und - nachdem beides nicht gut ausging - nix mehr auf die Beine bekommen hat. Und jetzt ist es sogar ein richtiger Akademiker, Dr. Izzeddin Musa aus Bonn bei Nablus, der eine Büttenrede geschrieben und sie uns zum Abdruck angeboten hat. Hier ist sie:

NACH mehrmonatiger Abwesenheit habe ich jetzt erst Ihr Zitat vom 8. Mai 2009 lesen können: „Das Problem der Palästinenser ist nicht, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Viele von ihnen leben in ´Lagern` und können mit bloßem Auge dahin schauen, wo ihre Eltern und …

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29.07.2009   23:35   +Feedback

Die Leiden des jungen Palmer

Was bis jetzt geschah:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/boris_palmer_is_not_amused/

Und so geht es weiter:

sehr geehrter herr palmer,

bitte, nehmen sie es mir nicht übel, wenn ich ihnen eine frage stelle, die mir beim lesen ihrer mails gekommen ist: haben sie noch alle maultaschen in der pfanne? ich habe ihnen ein paar fragen gestellt, und sie reagierten wie ein beleidigter vereinsvorsitzender, an dessen autorität gerüttelt wird. ohne auch nur einmal luft zu holen, antworten sie gleich mit einer gegenfrage: „ Glauben Sie, ich hätte noch nie einen Artikel von Ihnen gelesen und würde nicht erkennen, was Sie wirklich beabsichtigen?“

das ist wie in dem witz, in dem ein us-tourist, der die moskauer metro besichtigt, wissen möchte, warum seit einer stunde kein zug vorbeigefahren ist, worauf der russische tour guide antwortet: „und warum werden bei ihnen die neger verfolgt?“

im übrigen ist es meine aufgabe, ihre absichten zu hinterfragen und nicht umgekehrt. ich …

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10.07.2009   17:55   +Feedback

Martin van Creveld - Schmock der Woche

Ich sitze auf der Terrasse von Vroom en Dreesmann hoch über den Dächern von Haarlem und überlege, ob ich am Abend zum Chinesen oder zum Indonesier gehen soll. Aus Solidarität mit den Uiguren entscheide ich mich für das Pondok Yanie in Bentveld (http://www.pondokyanie.nl/pg-23806-7-31148/pagina/home.html), will mich schon auf den Weg machen, das fällt mir eine “Märkische Allgemeine” auf, die ein Gast am Nebentisch liegen liess. Es ist die Ausgabe von gestern, also relativ frisch. Ich blättere ein wenig von vorn nach hinten und von hinten nach vorn und bleibe bei einem Beitrag von Martin van Creveld hängen: “Israel überhöht die Bedrohung durch den Iran aus strategischem Interesse”. Der gebürtige Holländer ist ein Experte für militärische Geschichte und Strategie, hat selber in keiner Armee der Welt gedient und kann ein Gewehr von einem Spazierstock nicht unterscheiden. Das spricht nicht gegen ihn, viele Anhänger der Friedensbewegung spielen gerne mit Zinnsoldaten und könnten …

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06.07.2009   18:48   +Feedback

Das Würstchen vom Dienst

Einige meiner besten Freunde sind Juden, Möchtegern-Juden und Anti-Juden, die sich an mir abarbeiten wie Eichhörnchen an einer Kokosnuss. Es sind notorische Bruchpiloten darunter, verkrachte Existenzen und Konvertiten, die sich nicht fragen lassen möchten, warum und unter welchem Umständen sie Juden geworden sind. Aber auch durchaus erfolgreiche und elegante Menschen, z.B. der ehemalige israelische Botschafter in Berlin, Avi Primor, ein Mann von Welt und “Jew on Demand”. Seine Spezialität sind Interviews, in denen er immer wieder feststellt, dass der Antisemitismus zurückgeht, auch wenn der Augenschein und ein paar empirische Studien eher dagegen sprechen. Es kommt eben darauf an, wie man Antisemitismus definiert. Die Gefahr einer neuen Reichskristallnacht ist in der Tat minimal. Auch das Risiko, sich einen jüdischen Vornamen wie “Israel” oder “Sarah” zulegen müssen, kann vernachlässigt werden.

Jetzt hat Avi Primor dem Nachrichtensender n-tv wieder ein Interview gegeben: “Der Antisemitismus geht zurück”. Dabei kam es auch zu folgendem …

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