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    <title type="text">Henryk M. Broder: Blog</title>
    <subtitle type="text">Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring&#45;Arena</subtitle>
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    <updated>2013-05-04T02:14:14Z</updated>
    <rights>Copyright (c) 2013, Henryk M. Broder</rights>
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      <title>Der geflügelte Toyota</title>
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      <published>2013-04-30T14:00:36Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:07:37Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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        label="Bunte Welt" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Er habe lange im ganzen Land nach einem geeigneten Flugzeug gesucht, bis er vor einem Jahr zufällig auf dem Gelände eines kleinen Flugplatzes für Sportflieger, zehn Autominuten von seinem Haus entfernt, eine Cessna 310, Baujahr 1956 entdeckte, die vor 40 Jahren ausgemustert wurde und seitdem Feldmäusen als Unterschlupf diente. &#8220;Sie war vollkommen zugewachsen, der Motor ausgebaut, sonst aber in einem relativ guten Zustand.&#8221;</p>

<p>Jeff zerlegte die Maschine in drei Teile, den Rumpf und die beiden Flügel, und brachte sie einzeln auf einem Tieflader heim nach Brandywine. Dann machte er sich mit einem halben Dutzend Freunde an die Arbeit. Die Cessna wurde ausgeweidet und auf das Chassis eines Space Van von Toyota aus dem Jahre 1987 montiert. Ein halbes Jahr verbrachten Jeff und seine Crew jede freie Stunde damit, alles in den Schatten zu stellen, was Daniel Düsentrieb sich je ausgedacht hatte.<br />
<a href="http://www.welt.de/vermischtes/article115743211/Der-Mann-der-mit-einer-Cessna-Autorennen-faehrt.html">http://www.welt.de/vermischtes/article115743211/Der-Mann-der-mit-einer-Cessna-Autorennen-faehrt.html</a></p> 
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      <title>Dank an meinen Biografen</title>
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      <published>2013-04-26T13:13:04Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:10:05Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <category term="Bunte Welt"
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Da habe ich doch tatsächlich einen <a href="http://www.fr-online.de/kultur/rechtsstaat-freiheit-fuer-broder-,1472786,21414052.html">Artikel </a>meines Biografen Christian Bommarius übersehen, der schon Anfang Jänner in der Apotheken-Rundschau (oder war es die FR?) erschienen ist. Worum es ihm in diesem Text geht, habe ich nicht genau verstanden, ich glaube, um irgendetwas, das er nicht so gemeint hat, wie er es geschrieben hat bzw. dass er etwas geschrieben hat, das nicht so verstanden wurde, wie er es gemeint hat oder gemeint haben wollte. Es geht auch um Rolex-Uhren (ich trage seit zehn Jahren dieselbe Swatch, die 39.- Euro gekostet hat), wie dem auch sei: Christian Bommarius hatte was auf dem Herzen, das er loswerden wollte. Das ist völlig ok so, auch wenn er es unserem Rechtsstaat zu verdanken hat, dass er nicht in einer Jacke rumlaufen muss, die auf dem Rücken zugeknöpft wird. </p>

<p>Außerdem hat sich inzwischen einiges getan. Die FR erscheint als Beilage zur FAZ und Bommarius muss jeden Morgen die Pantöffelchen anwärmen, die Frank Schirrmacher zum Schreiben anzieht. So kommt zusammen, was zusammen gehört. Baruch Ha&#8217;Schem!</p>

<p>Siehe auch: <br />
<a href="http://www.fr-online.de/kultur/antisemitismus-broder-diffamiert-augstein,1472786,21374630.html">http://www.fr-online.de/kultur/antisemitismus-broder-diffamiert-augstein,1472786,21374630.html</a><br />
<a href="http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-zum-antiislamismus-breivik-und-broder,1472602,8719080.html">http://www.fr-online.de/meinung/leitartikel-zum-antiislamismus-breivik-und-broder,1472602,8719080.html</a><br />
<a href="http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-selbstverschuldete-blindheit,10808020,11147354.html">http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-selbstverschuldete-blindheit,10808020,11147354.html</a><br />
<a href="http://www.fr-online.de/meinung/auslese-broder-mal-ohne-tourette-syndrom,1472602,15028586.html">http://www.fr-online.de/meinung/auslese-broder-mal-ohne-tourette-syndrom,1472602,15028586.html</a></p> 
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      <title>Bollywood Is Bigger Than Hollywood…</title>
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      <published>2013-04-25T03:43:20Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:10:21Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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        label="Ausland" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p><strong>... therefore Hollywood should be called Hombai</strong></p>

<p>Ich kann mir vieles vorstellen, nur nicht ein Leben ohne die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Daily_Show">Daily Show</a> mit Jon Stewart auf Comedy Central. Es ist das Zweitbeste, was das amerikanische Fernsehen bietet, und ich sage das Zweitbeste, weil ich nicht ausschließen will, dass es irgendwo in Arizona oder Nebraska etwas noch Besseres geben könnte, das man in Virginia nicht sehen kann. Ich kann auch nicht sagen, in welches Genre die Daily Show gehört - Politik, Unterhaltung, Komödie, Satire, Reality-Soap - von allem etwas. In jeder Folge gibt es einen Gast - Obama war auch schon da -, und gestern war es Salman Rushdie.<a href="http://mtvnmobile.vo.llnwd.net/kip0/_pxn=1+_pxI0=Ripod-h264+_pxL0=undefined+_pxM0=+_pxK=18639+_pxE=mp4/44620/mtvnorigin/gsp.comedystor/com/dailyshow/TDS/season_18/episode_090/ds_18090_04_1280x720_3500_h32.mp4?CCshows&amp;_fw_vid=mgid:arc:video:comedycentral.com:801dc911-7c4d-4f2b-998e-f4cd813a7de8&amp;_fw_sid=Comedy_Central_Videos_mob"> Das kurze Gespräch zwischen Jon Stewart und Salman Rushdie</a> müssen Sie sich ansehen: So entspannt und gelassen gehen nur sehr souveräne große Geister miteinander um. Heute war der ägyptische Satiriker und Mursi-Kritiker <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bassem_Youssef_(television_host)">Bassem Youssef</a> bei Jon Stewart zu Gast, der vor kurzem in Ägypten verhaftet wurde, nachdem er sich über den Präsidenten lustig gemacht hatte. Link folgt morgen.</p> 
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      <title>Kapital&#45;Verbrechen</title>
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      <published>2013-04-25T02:03:34Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:10:35Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Noch vor zwei Generationen gab es kaum eine größere Schande, als Mutter oder Vater eines unehelichen Kindes zu sein, in einer Schwulenbar gesehen zu werden oder einen Deserteur in der Familie zu haben. Heute ist „alleinerziehende Mutter“ eine sozial anerkannte Lebensart, Homosexualität eine unter vielen Optionen der Selbstverwirklichung und „Kriegsdienstverweigerung“ angesichts der Abschaffung des Wehrdienstes gegenstandslos geworden. Was moralisch verwerflich ist, bestimmt der Zeitgeist. Und derzeit ist kaum etwas verwerflicher als das Hinterziehen von Steuern.</p>

<p>Im Februar 2008 wurde der damalige Vorstandsvorsi-tzende der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, nach einer Haudurchsuchung in seiner Kölner Villa festgenommen und abgeführt – unter den Augen von Journalisten, die noch vor den Ermittlern vor Ort waren. Ein knappes Jahr später wurde Zumwinkel zu zwei Jahren auf Bewährung und einer Million Euro Geldstrafe verurteilt. </p>

<p>Er hatte gestanden, mit Hilfe einer Liechtensteiner Stiftung im Laufe von fünf Jahren 970.000.- Euro Steuern hinterzogen zu haben.</p>

<p>Aber das waren Peanuts im Vergleich zu den Summen, um die es im Falle der Sportikone Uli Hoeneß geht. Der 61jährige bayrische Wurstfabrikant war erfolgreicher Fußballer beim FC Bayern, bevor er Manager und schließlich Präsident des bekanntesten und glamourö-sesten deutschen Fußballvereins wurde.</p>

<p>Hoeneß soll auf Schweizer Konten gigantische Summen deponiert haben, die Rede ist von mehreren Hundert Millionen Euro - versteuertes Geld, dessen Kapitalerträge Hoeneß dem deutschen Fiskus nicht gemeldet hatte. </p>

<p>Nun fragt sich ganz Deutschland, woher Hoeneß so viel Geld und was ihn dazu getrieben hatte, dermaßen leichtfertig zu handeln. Denn er präsentierte sich immer als ein Biedermann, dem es vor allem darauf ankam, „am Monatsende genug Geld“ zu haben, „um die Familie ernähren“ zu können.</p>

<p>Es gibt keinen Grund, mit Zumwinkel und Hoeneß Mitleid zu haben. Aber fragen muss man sich, warum ein Staat, der seinerseits eine katastrophale Finanzpolitik betreibt, Steuerhinterziehung wie ein Kapitalverbrechen verfolgt. Sogar die Kanzlerin hat sich von Hoeneß distanziert. Denn im Vergleich zu den Billionenschulden, mit denen kommende Generationen  belastet werden, sind auch die von Hoeneß nicht deklarierten Einnahmen - nichts als Peanuts.</p>

<p><em>Erschienen in der Weltwoche vom 25.4.13</em></p>

<p>&nbsp;</p> 
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      <title>Roastbeef und Balsamico: “Ich bin tatsächlich so was wie ein Linker”</title>
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      <published>2013-04-19T17:04:47Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:10:48Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <category term="Bunte Welt"
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        label="Bunte Welt" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Heute Nacht unruhig geschlafen? Schlecht geträumt? Ihr E-Auto springt nicht an, weil Sie vergessen haben, es gestern mit Öko-Strom voll zu tanken? Und gleich müssen Sie zu einer Zahnwurzelbehandlung? Da können Sie sicher etwas Heiteres vertragen. Wir hätten da was. Zwei kritische Geister treffen sich zu einem Menu du jour - drei Gänge, 44.50 Euro pro Nase ohne Getränke und Trinkgeld - und plaudern zum Nachtisch, wie ungerecht es in dieser Republik zugeht und warum die BILD-Zeitung heute gefährlicher ist als vor 15 Jahren. Den Mann rechts im Bild kennen Sie, der Mann links im Bild ist ein ehemaliger Schiffsschaukelbremser, der auf einer Kirmes eine Video-Kamera gewonnen und seitdem &#8220;Internet macht&#8221;. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, Sie werden es nicht bereuen! <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HNhyFSTPB4M">http://www.youtube.com/watch?v=HNhyFSTPB4M</a></p> 
      ]]></content>
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      <title>Zwei Massenbewegungen und eine Aktivistin</title>
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      <published>2013-04-19T02:38:01Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:11:02Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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        label="Inland" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Zu unserem Beitrag über die <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/app_anonyme_party_pupser">Anonymen Party Pupser</a> teilt uns achgut-Leser Robin U. Folgendes mit: <br /></p>

<p><em>Der Internetauftritt der &#8220;Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost&#8221; ist registriert auf einen Thomas Ulrich von der Organisation &#8220;Internationale Liga für Menschenrechte e.V.&#8221;, welche auch tatsächlich im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte ansässig ist. </p>

<p>Deren Internetpräsenz bittet derweil um Geduld, die Seite &#8220;Vorstand / Präsidium&#8221; werde zur Zeit aktualisiert. Dies steht dort allerdings schon mindestens seit Juni 2012, wie ein Blick aufs Internetarchiv archive.org zeigt. </p>

<p>Die JSfgFiNeV stellt die deutsche Sektion der &#8220;European Jews for a Just Peace&#8221; dar und wurde 2003 von Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Dozentin für Informatik i.R. an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und gebürtige Israelin, gegründet. Erster Präsident und jetziger Vize war der Bremer Rechtsanwalt Dr. Rolf Gössner, dessen Homepage man wiederum entnehmen kann, dass die aktuelle Präsidentin (seit 2010) und somit verantwortlich für die Publikation der &#8220;Antwort auf den Aufruf aus Israel&#8221;, Fanny-Michaela Reisin ist.</em></p>

<p>Unsere Vermutung hat sich also bestätigt: Die Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost ist eine echte Massenbewegung, die zur Untermiete bei einer anderen Massenbewegung wohnt, der Internationalen Liga für Menschenrechte e.V. Geht man auf die <a href="http://ilmr.de/menschenrechte/vorstand-prasidium">Homepage</a> der Internationale Liga für Menschenrechte e.V. findet man viel Interessantes, nur eines nicht: Wer im Vorstand bzw. Präsidium der Internationalen Liga für Menschenrechte e.V.sitzt. Es handelt sich also gleich um zwei führungslose Massenorganisationen, die beide um <a href="http://ilmr.de/spendeninformationen">Spenden</a> werben, die &#8220;steuerlich absetzbar&#8221; sind.&nbsp; </p>

<p>Und was die Gründerin der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost angeht, Frau Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Dozentin für Informatik i.R., so erfahren wir über sie auf einer Seite des SWR, sie sei eine <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/zeitgenossen/archiv/-/id=660644/nid=660644/did=2018620/1we5ozu/index.html">&#8220;israelische Friedensaktivistin&#8221;</a>, die seit ihrem 13. Lebensjahr in Berlin lebt. Das heisst, sie st nicht nur eine Dozentin i.R., sie ist auch eine &#8220;israelische Friedensaktivistin&#8221; a.d.F. - aus der Ferne. So wie Astrophysiker von der Erde aus weit entfernte Planeten beobachten, so nimmt sie seit ihrem 13. Lebensjahr an den Aktivitäten der israelischen Friedensbewegung teil. Aktiv, unermüdlich und erfolgreich.</p>

<p>Was uns an einen alten Witz erinnert. Theodor Herzl soll mal bei einer Partie Schach im Cafe Landtmann in Wien seinen Weggefährten Max Nordau gefragt haben, welches Amt er in dem von Herzl geplanten &#8220;Judenstaat&#8221; übernehmen möchte. Worauf Nordau geantwortet haben soll: &#8220;Ich möchte gerne der Botschafter in Wien werden.&#8221;</p> 
      ]]></content>
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      <title>Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit allen von uns an</title>
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      <id>tag:henryk-broder.com,2013:hmb.php/blog/index/1.5898</id>
      <published>2013-04-18T11:00:15Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:11:16Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
            <email>hmb@henryk-broder.com</email>
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      <category term="Achgut"
        scheme="http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/categories/C20"
        label="Achgut" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Komiker wie Stephen Colbert (&#8220;The Colbert Report&#8221;) und Jon Stewart (&#8220;The Daily Show&#8221;) fingen am Dienstagabend ihre Sendungen mit einer Verbeugung vor den Bürgern von Boston an, die Mut und Hilfsbereitschaft in einer schrecklichen Situation bewiesen hätten. &#8220;Ich danke den Bostonians dafür, dass sie meinen Glauben an dieses Land bestätigt haben&#8221;, sagte Stewart – und plauderte Minuten später mit Tom Cruise über dessen neuen Film &#8220;Oblivion&#8221;, der am 19. April in die Kinos kommt.</p>

<p>Überall im Land wurde &#8220;Sweet Caroline&#8221; von Neil Diamond gesungen, ein Lied, das zur Routine bei den Baseball-Spielen der Boston Red Sox gehört. Es war wie nach den Anschlägen vom 11. September, das Land rückte zusammen, ein Amerikaner gab die Stimmung in einem Satz wieder: &#8220;Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit allen von uns an.&#8221; <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article115390718/Amerika-das-grosse-grossartige-und-seltsame-Land.html">http://www.welt.de/debatte/kommentare/article115390718/Amerika-das-grosse-grossartige-und-seltsame-Land.html</a></p>

<p><strong>Das meint der Leser:</strong></p>

<p>Ich finde Amerika nicht so toll, aber jeder hat seine eigenden Ansichten! Viele arme Menschen, kaputte Zähne&#8230;.., Obdachlose&#8230;</p>

<p>Sie stehen zusammen wie eine Familie. Aber nur wenn sie sich von außen angegriffen fühlen. Da sind sie wie die größten Hunde vor unserem Einkaufscenter - Schisser.</p>

<p>Täglich um die 30 Tote und ca. 120-130 Verletzte nur durch Schußwaffen (Erstochene, Erwürgte u.s.w. gar nicht mitgerechnet) in Marodistan - und das trotz des irren Sicherheitswahns von Gesetzen über 16 Geheimdienste (80 Milliarden im Jahr), die Homeland Security bis hin zu diversen Polizeiorganisationen und einem Heer von Security Diensten plus einer Armee von Gefängniswärter für die 2,3 Millionen Eingesperrten (Einsamer Weltrekord).</p>

<p>Einmal für zwei Wochen dort gewesen und werde nie wieder hin. Am Besten war die Frage, ob wir Deutschen Ketchup kennen und Adidas ist ein amerikanisches Unternehmen usw. Für die meisten Amerikaner gibt es nur die USA und einen Blick über den Tellerrand wagen die wenigsten. Soviel Arroganz und Oberflächlichkeit ist mir noch in keinem anderen Land der Welt begegnet.</p>

<p>Ich war in USA und werde dort wohl nie wieder hin. Schreckliches Essen, dauerfreundliche, dümmliche Menschen, hässliche Städte&#8230; Dann lieber die Provence, Ligurien oder die Toscana.</p>

<p>&#8220;dynamisch, unfertig und immer auf der Suche nach sich selbst.&#8217; - es hat sich gefunden, wenn die Indianer es wieder haben und nicht die broders und wie die unrechtmaessigen besatzer alle heissen moegen</p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
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      <title>Mehr wagen!</title>
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      <published>2013-04-18T10:44:29Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:11:30Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
            <email>hmb@henryk-broder.com</email>
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        label="Inland" />
      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Es war ein Satz, der in die Geschichte einging: «Mehr Demokratie wagen!» Willy Brandt sagte ihn am 28. Oktober 1969 in seiner Regierungs erklärung, nachdem er vom deutschen Bundestag zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler der Bundesrepublik nach dem Krieg gewählt worden war. Das ist jetzt 44 Jahre her. Inzwischen ­wurde der Satz vielfach variiert. In seiner neuesten Fassung lautet er: «Mehr Europa wagen!»</p>

<p>Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, hat vor kurzem die Einrichtung einer «europäischen Lebensmittelpolizei» nach dem Vorbild von Europol gefordert, um internationale Lebensmittelskandale aufzuklären. Dabei gibt es in der Europäischen Kommission einen Kommissar, der für «Gesundheit und Verbraucher» zuständig ist, also genau die grenzüberschreitende Arbeit leisten sollte, die Gabriel einer «Euro-Food-Pol» übertragen möchte.</p>

<p>Etwa zur selben Zeit schlug der deutsche Finanzminister, Wolfgang Schäuble, vor, eine zentrale Behörde nach dem Vorbild des FBI zu etablieren, um Steuervermeider und Steuerhinterzieher effektiver verfolgen zu können, denn: «Würden wir noch einmal eine Krise bekommen wie 2008, dann stünde nicht nur die marktwirtschaftliche Ordnung auf dem Spiel, sondern unsere gesamte Gesellschaftsform der westlichen Demokratie.»</p>

<p>Nun wurde die Krise von 2008 nicht von Steuervermeidern und Steuerhinterziehern ausgelöst, sondern durch den Kollaps einer US-Bank. Damit sich eine solche Krise nicht wiederholt, so der Finanzminister, müsse ein deutsches Steuer-FBI her. Das ist zwar nicht logisch, aber konsequent. Bereits letztes Jahr hat Schäuble den Ankauf geklauter Dateien von Steuerhinterziehern für «rechtlich gerechtfertigt» erklärt. Ein Finanzminister, der keine Bedenken hat, mit Hehlern zusammenzuarbeiten, wird auch nicht zögern, etwas mehr Polizeistaat zu wagen, um die Demokratie zu retten. Noch weiter ging nur noch der Vorsitzende der Links-Partei. Er schlug vor, Steuerflüchtlingen «die Staatsbürgerschaft zu entziehen», sie ratzfatz auszubürgern. </p>

<p>Ja, wenn die Ordnung auf dem Spiel steht, muss man eben etwas mehr wagen, um sie zu erhalten.</p>

<p><em>Erschienen in der Weltwoche vom 18.4.12</em></p> 
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      <title>APP &#45; Anonyme Party Pupser</title>
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      <published>2013-04-16T16:26:42Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:11:43Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Pünktlich zum 65. Jahrestag der Gründung Israels veröffentlichte eine Gruppe &#8220;besorgter Juden und Israelis&#8221; einen <a href="http://www.freunde-palaestinas.de/berichte/67-ein-aufruf-aus-israel-an-juden-in-aller-welt.html">&#8220;Aufruf an Juden in aller Welt&#8221;</a>, ihrerseits &#8220;den Staat Israel aufzurufen, zu den friedlichen, moralischen, demokratischen und humanistischen Werten, die uns lieb und wert sind, zurückzukehren&#8221;. Schaut man sich die <a href="http://media.wix.com/ugd/73982d_2542fbb0cfd919dd7f23ddc321a194d4.pdf">Liste der Unterzeichner</a> an, fällt einem auf, dass etliche der &#8220;usual suspects&#8221; fehlen: Uri Avneri ist nicht dabei, Amira Hass fehlt unentschuldigt, Gideon Levy muss verschlafen haben. Dafür sind viele Professoren mit von der Partie und andere gesellschaftlich relevante Elemente, die als Beruf &#8220;Activist&#8221;, &#8220;Civil Society Leader&#8221;, &#8220;Artist&#8221;, &#8220;Zionist Humanist&#8221;, &#8220;Conflict Resolution Trainer&#8221;, &#8220;House Wife&#8221;, &#8220;Peace Building&#8221;, &#8220;Clown&#8221; und &#8220;Art Therapist&#8221; angeben. So weit, so gut. Man muss ihnen zugute halten, dass sie in Israel keine Möglichkeit haben, ihre Meinung kund zu tun oder sich politisch zu betätigen, weswegen sie sich an &#8220;die Juden in aller Welt&#8221; wenden müssen.</p>

<p>Umso erstaunlicher ist, dass die Juden in aller Welt den &#8220;dringenden Appell&#8221; nicht zur Kenntnis nahmen. Bis auf eine gesellschaftlich relevante Gruppe, die umgehend reagierte. Die &#8220;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.&#8221; Sie <a href="http://www.juedische-stimme.de/?p=1183">reagierte umgehend</a>, denn ihr ging der Aufruf nicht weit genug. Eine &#8220;Kooperation&#8221; mit den &#8220;besorgten Juden und Israelis&#8221; könne nur &#8220;auf der Grundlage einer gemeinsamen Anerkennung der dringenden Notwendigkeit erfolgen, den israelischen Staat in einen Staat mit demokratischen Strukturen für alle seine Einwohner zu verwandeln, der keine Privilegien einer ethnischen Gruppe auf Kosten einer anderen duldet&#8221;. Das war eine extrem klare Ansage, die sich so las wie eines der vielen Angebote der Hamas zur Zusammenarbeit mit der Fatah auf der Grundlage einer gemeinsamen Anerkennung der dringenden Notwendigkeit&#8230; was auch immer.</p>

<p>Wer aber ist diese &#8220;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.&#8221;, die so weitgehende Forderungen stellt und kurz davor ist, sie in die Praxis umzusetzen?</p>

<p>Laut <a href="http://www.juedische-stimme.de/?page_id=17">Impressum</a> der &#8220;JSfgFiNeV&#8221; eine der vielen Basis- und Massenorganisationen, die im Berliner <a href="http://www.hausderdemokratie.de/artikel/willkommen.php4">&#8220;Haus der Demokratie&#8221;</a> ihren Sitz haben, das seinerseits eine &#8220;einer Denkwerkstatt, ein Ort des Dialogs und der Arbeit für mehr Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen der modernen Gesellschaft&#8221; sein will. Die Liste der <a href="http://www.hausderdemokratie.de/artikel/organisationen.php4">&#8220;Organisationen bzw. Mieter&#8221;</a> liest sich wie das Who Is Who der Kandidaten für den Alternativen Friedensnobelpreis, darunter die &#8220;Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei&#8221;, die &#8220;Initiative gegen das Chipkartensystem&#8221; und &#8220;NUT - Frauen in Naturwissenschaft und Technik e.V.&#8221;. </p>

<p>Nur eine &#8220;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.&#8221; ist nicht dabei. Was ist passiert? Wurde sie entmietet, vertrieben, wie einst die Palästinenser von den Zionisten? Ist sie umgezogen, vielleicht in das fensterlose Basement des Hotel Adlon? Oder unter das Dach der &#8220;Adass Jisroel&#8221;-Gemeinde? Wir hätten gerne einen CEO der &#8220;Jüdischeb Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.&#8221; gefragt, aber leider enthält das Impressum außer der Adresse des Hauses der Demokratie keine weitere Angabe. &#8220;Für den Inhalt verantwortlich&#8221; ist, Sie ahnen es, die &#8220;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost&#8221;, die offenbar keinen Vorsitzenden, keinen gesetzlichen Vertreter, nicht einmal, wie früher üblich, einen &#8220;Sitzredakteur&#8221; hat. Seltsam, nicht wahr. Dafür ist die &#8220;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.&#8221; angeblich &#8220;durch das Finanzamt für Körperschaften I Berlin als<a href="http://www.juedische-stimme.de/?page_id=19"> förderungswürdig</a> im Sinne von Abschnitt A, Nr. 4 der Anlage 1 zu § 48 Abs. 2 EStDV anerkannt&#8221;. </p>

<p>Wir werden der Sache nachgehen und Sie auf dem Laufenden halten. Falls Sie etwas über die Sache wissen, dann schreiben Sie uns! Schreiben Sie uns auf unser Konto!</p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
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      <title>Fünf und Sechzig!</title>
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      <published>2013-04-16T15:57:59Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:12:00Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Es ist ein Land, in dem Frauen die gleichen Rechte wie die Männer haben, die Juden wie die Araber, und in dem alle Bürger nach ihrer Facon leben können. Gut acht Millionen Menschen leben heute in diesem äußerst vielfältigen Staat, so frei wie in keinem anderen Land der Region. Die Zahl der Juden hat die sechs Millionen erstmals überschritten; ein geeigneter Augenblick, um darauf hinzuweisen, dass, wer von den sechs Millionen Opfern der Shoah redet, von den sechs Millionen zu dieser Stunde bedrohten Juden nicht schweigen darf. Wie tröstlich es ist, zu wissen, dass Israel zur Not auch allein für sein Überleben sorgen kann! Denn zum Glück gesellt sich zur moralischen Stärke Israels die militärische; die Welt, zumal die nahöstliche, ist nun mal nicht so, wie sie sich der kleine Moritz im satten, vielleicht trügerisch friedlichen Mitteleuropa vorstellt. <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2013/04/16/zum-unabhangigkeitstag/">http://spiritofentebbe.wordpress.com/2013/04/16/zum-unabhangigkeitstag/</a></p>

<p>Vor 40 Jahren noch, 1973, wurde Israel im Yom Kippur Krieg von einer soliden, geeinten arabischen Front aus allen Richtungen angegriffen. Und vorgespult auf 2013: der arabisch-israelische Konflikt in seiner klassischen Form existiert nicht mehr. Nach dem Model ‚arabische Welt‘ gegen Israel – oder umgekehrt – erfolgte ein Paradigmenwechsel: Israel gestaltet seine nachbarschaftliche Aussenpolitik grossenteils aus bilateraler Ebene. Das Experiment des arabischen Nationalismus à la Nasser ist kläglich gescheitert und die heutige arabische Welt simuliert nur einen Anschein von Einheit, bedenkt man die gegenwärtige Spaltung.<br />
<a href="http://www.audiatur-online.ch/2013/04/16/israel-wird-65/">http://www.audiatur-online.ch/2013/04/16/israel-wird-65/</a></p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
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      <title>Zeig Dein Gesicht!</title>
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      <published>2013-04-14T18:36:13Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:12:14Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Diese <a href="http://www.gesichtzeigen.de/index.php/navigation/projekte/freiheit-start/kampagne/">Aktion</a> kennen Sie schon. Elf Promis, die sich als schwul, jüdisch, Moslems, Migranten und Türken outen. Gut, sie sind es nicht wirklich, aber der gute Wille zählt manchmal schon als Tat. Was kann <a href="http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article114875479/Herr-Wickert-es-kommt-einiges-auf-Sie-zu.html">Ulrich Wickert</a> dafür, dass er nicht als Jude geboren wurde, damals in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/XGRS">Shanghai</a>, wohin das Schicksal seine Familie verschlagen hatte? Wie heisst es doch am Ende von &#8220;Some like it hot&#8221;? - &#8220;Nobody is perfect!&#8221;</p>

<p>Diese <a href="http://www.yfas.org/projekt/die-opfer.html">Aktion</a> kennen Sie bestimmt noch nicht. Es geht um <a href="http://www.yfas.org/de/gallerie/opfer.html">Frauen</a>, die das Pech hatten, in eine Kultur hinein geboren zu werden, in der Frauen keine Menschen sondern Handelsobjekte sind. <a href="http://www.gesichtzeigen.de/wp-content/uploads/2013/02/WEDO_GEZ_ich_bin_wenn_du_18-1_sRGB_AF1.jpg">Astrid Frohloff</a> ist nicht dabei. Die gibt derzeit ein Gastspiel als Muslima. In Deutschland, nicht in Bangladesch.</p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
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      <title>„Fick den Richter, nur Gott kann mich richten!”</title>
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      <published>2013-04-11T13:49:31Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:12:32Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Wuppertal liegt an der Wupper, ist die Stadt, in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Else_Lasker-Schüler">Else Lasker-Schüler</a> zur Welt kam und außerdem bekannt für seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wuppertaler_Schwebebahn">Schwebebahn</a>. Außerdem gibt es dort ein Landgericht, das so klamm ist, dass es seine Räumlichkeiten vermieten muss, u.a. an eine Firma, die RAP-Videos produziert. Und dabei kann es schon mal passieren, dass ein Gerichtssaal einem rebellischen jungen Mann zur Verfügung gestellt wird, der eine schwierige Kindheit hatte und nun seine Frustrationen ausagieren muss: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KC_Rebell">KC Rebell</a>, alias Hüseyin Köksecen. Was dabei passierte, können Sie hier nachlesen: <a href="http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/gerichte/essener-rapper-dreht-gewalt-video-im-gerichtssaal-29952920.bild.html">http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/gerichte/essener-rapper-dreht-gewalt-video-im-gerichtssaal-29952920.bild.html</a> Schauen Sie sich auch das kurze Video mit der Stellungnahme der extrem charmanten Sprecherin des Landgerichts an. <br />
Jetzt geht in Wuppertal das Gerücht um, das Landgericht will es dem Rapper heimzahlen und seine Sitzungen in den <a href="http://www.virtualnights.com/wuppertal/location/taboo-club.57724">Taboo-Club</a> verlegen, wo man so richtig abtanzen und sich dann &#8220;in der Raucherecke mit einer Shisha gemütlich machen&#8221; kann. Offen ist nur, ob sich die Besitzer des Clubs von den Richtern dermaßen verarschen lassen, wie es KC Rebell mit den Richtern getan hat.<br />
Fuck you. Wuppertal!</p>

<p><strong>Auch gut:</strong><br />
Der Titel des fünfminütigen Videos: Paragraf 31. Das ist der sogenannte Kronzeugenparagraf, wonach Zeugen mit Strafmilderung rechnen können, wenn sie gegen Mittäter auspacken. &#8220;Ich dulde nichts mehr, du Dummkopf musstest rein, beichtest beim Feind und fängst an zu unterschreiben was für Anwalt und Richter, ich hab nichts zu berichten, denn nur Gott kann mich richten&#8221;, rappt er dort. Und droht: &#8220;Bei uns ist Schweigen wie Gold, denn Blei kann folgen.&#8221; Und: &#8220;Ich erzähl von Verrätern, Freunde werden Gegner.&#8221; Und denen droht er weiter mit Rache, dem Verlust von Hand und Zunge und verklausuliert mit möglicher Vergewaltigung durch Mithäftlinge.<br />
<a href="http://www.ksta.de/region/goldkurier-raub-olg-koeln-als-kulisse-fuer-drohvideo,15189102,12627600.html">http://www.ksta.de/region/goldkurier-raub-olg-koeln-als-kulisse-fuer-drohvideo,15189102,12627600.html</a></p> 
      ]]></content>
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      <title>Loccum hilft der iranischen Zivilgesellschaft auf die Sprünge</title>
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      <published>2013-04-10T20:22:44Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:12:45Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Wenn die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Konferenz über das Thema: &#8220;Neue Politik für Südamerika: Wie kann der Drogenanbau eingedämmt werden!?&#8221; organisieren und dazu einen Vertreter des Medellin-Kartells einladen würde, dann würden das sogar die Dealer und Junkies vom Bahnhof Zoo saukomisch finden. Wenn aber die &#8220;renommierte&#8221; Evangelische Akademie in Loccum eine Konferenz über das Thema „Neue Politik für den Mittleren Osten. Wie kann die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden?“ organisiert und dazu den iranischen Botschafter in Berlin und einen Vertreter des iranischen Außenministeriums einlädt, dann wird wird das vom protestantischen Establishment der Bundesrepublik entweder überhört und übersehen oder so gelassen zur Kenntnis genommen, als hätte Margot Käßmann ihren Führerschein gegen einen Jagdschein eingetauscht. Nur the usual suspects verfassen <a href="http://de.stopthebomb.net/de/evangelische-akademie.html#c2613">Resolutionen und Protesterklärungen</a> gegen einen Skandal, über den sich sonst niemand aufregt. </p>

<p>Denn es gibt in diesem Lande ein weit verbreitetes Bedürfnis, sich mit Mördern gemein zu machen. Jürgen Todenhöfer hat den syrischen Präsidenten besucht, Klaus Kleber mit dem iranischen Präsidenten geschmust. Beide sind dabei dermaßen auf der eigenen Schleimspur ausgerutscht, dass man hinterher sowohl den syrischen wie den iranischen Präsidentenpalast von oben bis unten desinfizieren musste.</p>

<p>Nun ist es nicht jedem vergönnt, auf Kosten der Öffentlich-Rechtlichen in der Welt zu jetten. Wenn man den Henker nicht daheim besuchen kann, muss man ihn zu sich ins Haus kommen lassen? Worüber wollen die Loccumer Erben von Martin Luther und Adolf Stoecker mit den Vertretern des iranisches Regimes beraten? Wie die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden kann? Also, wie viele Schwule man gleichzeitig an einem Baukran aufhängen kann? Wie groß die Steine sein müssen, damit eine zum Tode verurteilte Ehebrecherin bei ihrer Hinrichtung nicht zu sehr leidet? Ob Israel oder nur das zionistische Besatzer-Regime von der Landkarte, pardon: von den Seiten der Geschichte verschwinden muss? Ja, da gibt es viele Themen von gegenseitigem Interesse.</p>

<p>Aber: Nichts währt ewig, Gottes Wege sind wunderbar. Auch die iranische Diktatur wird eines Tages vorbei sein, und dann werden sich die braven Protestanten einiges einfallen lassen müssen, um ihre Liebesdienste gegenüber den Mullahs und Ayatollahs zu erklären. Bis heute, 68 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches, stottern sie immer noch rum und suchen nach einer Erklärungen für ihre Kollaboration mit den Nazis. Dabei hat das Dritte Reich nur 12 Jahre gedauert, die iranische Diktatur ist schon 34 Jahre an der Macht. Selbst der dümmste Loccumer Studienleiter kann sich ausrechnen, wie lange das Nachsitzen dauern wird.</p> 
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      <title>Yes, He Can!</title>
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      <published>2013-04-10T15:47:57Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:12:58Z</updated>
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            <name>Henryk M. Broder</name>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Jakob Augstein zu berufen, würde bedeuten, dort wieder anzusetzen, wo Rudolf Augstein das Steuer aus der Hand legen musste – als der &#8220;Spiegel&#8221; noch ein &#8220;Sturmgeschütz der Demokratie&#8221; war und der dazugehörige Artillerist lieber ins Gefängnis ging, als sich von der Staatsmacht einschüchtern zu lassen. Als der &#8220;Spiegel&#8221; noch das Leitmedium der Republik war, das die Meinungsbildung prägte, als man sich am Sonntagabend schon auf den Montagmorgen freute. Natürlich kann auch ein Jakob Augstein nicht zaubern und die Uhr zurück drehen. Aber der Name ist eine Marke. Wie Dr. Oetker bei den Backzutaten, Melitta bei Kaffeefiltern und die Witwe Clicquot im gehobenen Champagnersegment. Da zahlt man gern ein wenig mehr als für ein No-Name-Produkt.<br />
<a href="http://www.welt.de/kultur/medien/article115177896/Er-kann-es-Augstein-der-ideale-Spiegel-Chef.html">http://www.welt.de/kultur/medien/article115177896/Er-kann-es-Augstein-der-ideale-Spiegel-Chef.html</a></p>

<p><strong>Das meint der Leser:</strong><br />
Auch nachdem dritten Lesen werde ich das Gefühl nicht los, mit dem Artikel will Broder einen in der Personalführung beliebten Taschenspielertrick anwenden, mit dem man unliebsame Mitarbeiter los wird: Man lobt ihn weg.</p>

<p>Ausnahmsweise gebe ich Broder Recht: J. Augstein finde ich gut. Seine Ansichten interessant und gesund. Er könnte dem Spiegel zu altem Glanz verhelfen. Zumindest würde ein neuer Wind in Deutschland herrschen. Merkel &amp; Co. müssten sich sehr warm anziehen&#8230;.</p>

<p>Ich lese regelmäßig die Kolumnen von Jakob Augstein im Spiegel.<br />
Und sehe ihn auch regelmäßig im Fernsehen.<br />
Ich sage, er ist der beste Jornalist Deutschlands,<br />
er ist noch Mensch,<br />
er wäre auch der beste Bundeskanzler Deutschlands,<br />
er müßte Vorbild sein für Alle.<br />
Hoffentlich erkennen das die Spiegelverantwortlichen.<br />
Das wünsche ich.</p>

<p>Ich teile die Auffassung von Herrn Broder vollumfänglich, allerdings hielte ich Helge Schneider doch für den besseren Kandidaten.</p>

<p>Siehe auch:<br />
<a href="http://meedia.de/job-karriere/spiegel-broders-doppelzuengige-augstein-empfehlung/2013/04/10.html">http://meedia.de/job-karriere/spiegel-broders-doppelzuengige-augstein-empfehlung/2013/04/10.html</a></p>

<p>&nbsp;</p>

<p>&nbsp;</p> 
      ]]></content>
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      <title>Filmen macht frei</title>
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      <published>2013-04-09T14:33:35Z</published>
      <updated>2013-05-04T02:13:36Z</updated>
      <author>
            <name>Henryk M. Broder</name>
            <email>hmb@henryk-broder.com</email>
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      <content type="html"><![CDATA[
        <p>Dem Focus von gestern (Seite 128) kann man entnehmen, dass Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) von mir nun auch 10.000.- Euro Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld haben will, weil ich sie u.a. das kleine Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt habe, nachdem sie sich eine Räuberpistole aus den Fingerchen gesaugt hatte, ich hätte ihr Anfang der 90er in einem Jerusalemer Cafe mein Herz ausgeschüttet. Hätte ich sie das große Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt, würde sie jetzt wahrscheinlich 20.000.- Euro haben wollen.</p>

<p>Nun gut, das ZDF zahlt nicht besonders gut und das Leben in London ist vielleicht teurer als in Mainz-Gonsenheim.</p>

<p>Die Idee mit dem Schmerzensgeld ist aber nicht schlecht. Ich werde jetzt das ZDF verklagen, weil ich vollkommen traumatisiert bin, seit ich diese beiden Meisterstücke des öffentlich-rechtlichen Journalismus gesehen habe. Ein Interview mit dem größten Schwätzer der deutschen Kulturszene (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RQ1WF40LSOY">http://www.youtube.com/watch?v=RQ1WF40LSOY</a>) und eines mit dem Dr. Mabuse der Friedensforschung (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RX_6sddJSak">http://www.youtube.com/watch?v=RX_6sddJSak</a>), beide geführt von unserem Naturtalent, das die FAZ einmal „Die Seele der Kulturzeit“ genannt hat (<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/moderatorinnen-die-seele-der-kulturzeit-1305704.html">http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/moderatorinnen-die-seele-der-kulturzeit-1305704.html</a>).</p>

<p>Am besten hat mir da der Satz gefallen „Wenn ich Filme mache,&nbsp; fühle ich mich frei.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das tatsächlich so gesagt hat. Wäre ich Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) würde ich sofort meinen Anwalt in Gang setzen und auch von der FAZ Schadenersatz verlangen. Wegen Verleumdung, übler Nachrede, Geschäftsschädigung und boshafter Unterstellung historischer Ignoranz.</p>

<p>&nbsp;</p> 
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