Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

16.05.2013 13:37 +Feedback
Eine richtige (oder auch falsche) Überlegung soll unterbleiben, weil sie – so würde es die Kanzlerin sagen – “wenig hilfreich” sein könnte. Zuletzt hat ARD-Moderator Frank Plasberg den Gründer der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, mit Zitaten aus einem Pamphlet der NPD konfrontiert, in dem auf die “Gemeinsamkeiten zwischen NPD und AfD” hingewiesen wurde. Ob ihm das unangenehm wäre, wollte Plasberg wissen. Lucke konterte souverän. Der Skandal liege nicht darin, dass sich die NPD bei der AfD anbiedere, sondern darin, dass Plasberg einer unbedeutenden politischen Splittergruppe eine Bühne biete.
http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article116226183/Die-Euro-Debatte-muss-gefuehrt-werden-duerfen.html
15.05.2013 18:40 +Feedback
Wann immer ich mit der DB unterwegs bin, frage ich mich: Wie haben es die Deutschen damals geschafft, bis nach Stalingrad vorzudringen? Trotz der Hitze, die Weichen schmelzen lässt und trotz der Kälte, in der die Weichen einfrieren? Eine erstaunliche Leistung, denke ich immer dann, wenn der Zugschaffner die Reisenden um Verständnis für einen außerplanmäßigen Halt aufgrund einer Streckenüberlastung oder um Entschuldigung für den Ausfall der Klimaanlage bittet.
Und wenn ich etwas von einem zeitgenössischen deutschen Philosophen lese oder höre, dann frage ich mich, wie die Deutschen in den Ruf gekommen sind, das Volk der Dichter und Denker zu sein. Oder waren Hegel, Kant und Nietzsche keine Deutschen? Richard David Precht und Michael Schmidt-Salomon sind es ganz bestimmt. Nehmen Sie sich etwas Zeit, schauen Sie sich das hier an...
[Weiterlesen…]14.05.2013 14:03 +Feedback
Die sozialen Normen, “die das normale zwischenmenschliche Verhältnis miteinander regeln, über Tausende von Jahren geregelt haben”, seien “im Rückmarsch begriffen”, an ihre Stelle sei “eine Art Diktatur der Marktnormen” getreten, die “diese Sozialnormen kannibalisieren”. Und: “Warum leben wir in einer Zeit, in der das Kosten-Nutzen-Kalkül so sehr in den Vordergrund getreten ist und die Gemeinwohlorientiertheit und vieles andere Zwischenmenschliche so sehr zurück gegangen ist?”
http://www.welt.de/kultur/article116169845/Was-war-so-toll-an-Seuchen-und-Armut-Herr-Precht.html
Siehe auch
Geiles Titelbild, ein Fall für Dr. Freud
11.05.2013 23:08 +Feedback
Woran denken Sie, wenn Sie das Wort “Tschechien” hören? An den braven Soldaten Schwejk? An Bier aus Pilsen und Oblaten aus Karlsbad? An den Prager Frühling und die brüderliche Intervention der Russen? An Franz Kafka, Max Brod, Karel Gott? Falsch! Daneben! Sitzenmachen!
Die richtige Antwort lautet: Islamophobie! Was sonst? Das Prager “Zentrum für Internationale Beziehungen” und das “Tschechisch-Arabische Zentrum für den kulturellen Dialog” veranstaltet am 23. Mai eine Konferenz über das Thema: “Islamophobie in der Tschechischen Republik und Europa”.
Die Islamophobie in der Tschechischen Republik äußert sich erst einmal darin, dass es in Tschechien kaum Moslems gibt, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt zwischen 0.1 und 0.2 Prozent. Wären die Tschechen nicht so islamophob, würden mehr Moslems in Tschechien leben. Man muss...
[Weiterlesen…]11.05.2013 13:03 +Feedback
Oskar Panizza musste für seine kirchenkritischen Ketzereien Ende des 19. Jahrhunderts noch mit einem Jahr Einzelhaft büßen. Wer sich heute zum Atheismus bekennt, riskiert allenfalls eine Einladung zum Evangelischen Kirchentag, Seite an Seite mit Margot Käßmann. Und der Atheismus selbst ist eine Glaubensgemeinschaft geworden, deren Angehörige nicht Ostern, sondern das “Hasenfest” feiern, indem sie dazu aufrufen, am Gründonnerstag “den Kirchen öffentlich den Rücken zu kehren”. Soll heißen: auszutreten. Sie betreiben eine Art Mission, wenn auch in umgekehrter Richtung. http://www.welt.de/kultur/article116068163/Wir-brauchen-einen-Zentralrat-der-Atheisten.html
10.05.2013 14:45 +Feedback
Das war der Beginn einer Liebe, die bis heute nichts von ihrer Intensität verloren hat. “Meine Eltern waren fromme Christen, sie beteten zu Gott, ich bete Hunde an.”
Sie ist “crazy for dogs” und betreibt ein Geschäft in der Stadt Fredericksburg in Virginia, das “Dog Krazy” heißt. Am Eingang werden die Kunden so begrüßt: “Dogs welcome – people tolerated”. Und das ist kein Witz, denn wenn es um Hunde geht, versteht Nancy keinen Spaß.
http://www.welt.de/vermischtes/article116054848/Fuer-Bulldoggen-ist-das-Beste-gerade-gut-genug.html
08.05.2013 17:32 +Feedback
Ich habe gestern auf einen Beitrag verlinkt, den ein mir bis dato unbekannter Edelmann in einem Magazin für Migrationsfragen veröffentlicht hat. Wenn sich jemand dermaßen an mir bzw. uns abarbeitet, dann hat er, finde ich, eine größere Öffentlichkeit verdient. Da war vor allem ein Satz, der in der ganzen Suada ein wenig zu kurz kam. Über die jüngsten Entgleisungen von Akif Pirinçci, der von Broder offenbar ermuntert wird, als vermeintlicher „Kronzeuge“ der Islamkritik zu agieren. Woher weiß dieser blasierte Lackaffe das? Hab ich es ihm gebeichtet? Hat ihm Akif sein Herz ausgeschüttet? Hat er Akif und mich bei einem unserer konspirativen Treffen abgehört?
Das war alles nicht nötig. Denn so was sagt einem die Lebenserfahrung. Ein blöder Türke, der nicht allein denken kann, wird von einem fiesen Juden manipuliert,...
[Weiterlesen…]08.05.2013 16:41 +Feedback
Vor anderthalb Jahren, als Joachim Gauck noch nicht Bundespräsident war, nannte er die Occupy-Wall-Street-Bewegung, die auch nach Deutschland übergeschwappt war, „unsäglich albern“. Der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, so der Präsident in spe, sei „eine romantische Vorstellung“. Es sei ein Irrtum, zu glauben, dass alles gut würde, wenn man das Kapital besiegt habe.
Inzwischen wurde Gauck durch widrige Umstände im Privatleben seines Vorgängers, Christian Wulff, in das höchste Amt der Bundesrepublik gespült. Und so wie sich Freunde der freien Liebe gleich nach der Heirat in Propagandisten der monogamen Lebensweise verwan-deln, so hat auch Gauck mittlerweile eine staatstragende Attitüde angenommen. In einem Interview mit dem „Stern“ sagte er: „Wer Steuern hinterzieht,...
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