Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

10.03.2013   23:54   +Feedback

Damit Platzek nicht platzt

Der Redakteur hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wegen des Flughafen-Desasters befragen wollen, am Rande eines öffentlichen Termins zu einem anderen Thema. Platzeck reagierte ungehalten auf die Frage, während die Kamera schon lief. In den frühen Regionalnachrichten sahen die Bürger einen patzigen Platzeck.

Nach Braunes Intervention wurde der Beitrag umgeschnitten, in der späteren Berichterstattung fehlte das Gemurre des Ministerpräsidenten. Singelnstein bestätigte den Vorgang und sprach in diesem Zusammenhang von einer “Überfall-Situation” in der sich Platzeck befunden haben.
http://www.sueddeutsche.de/medien/regierungssprecher-vs-rbb-patziger-platzeck-1.1620427

 

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Achgut  

07.03.2013   19:34   +Feedback

Dampfplauderer und menschelnde Despoten

Die Parallelen zwischen Deutschland und Venezuela sind in der Tat erstaunlich. Wobei man zugeben muss, dass Venezuela bei der Armutsbekämpfung die Nase vorn hat. Vor allem Dank Hugo Chávez, wie in einem Nachruf auf den “Commandante” in der “kulturzeit” auf 3sat festgestellt wurde. Er habe zwar einen “autokratischen Führungsstil” gepflegt, was eine hübsche Umschreibung ist für einen Mann, der Präsident auf Lebenszeit bleiben wollte, aber er “wollte vieles besser machen; Armutsbekämpfung, Häuser bauen, Schulen und Gesundheit, standen ganz oben auf seiner Agenda” http://www.welt.de/debatte/kommentare/article114222833/Ein-Chavez-Nachruf-wie-aus-der-Aktuellen-Kamera.html

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Achgut  Kultur  

07.03.2013   00:12   +Feedback

Voneinander lernen und aufeinander zugehen

Auf der Suche nach einem Beruf mit Zukunft entscheiden sich immer mehr junge Deutsche, Eventmanager oder Schuldenberater zu werden. Der eine Beruf garantiert Spiel und Spaß bis zum Abwinken, der andere ein sicheres Auskommen – angesichts von etwa 150.000 Insolvenzverfahren, die jährlich in Deutschland angemeldet werden, davon über 100.000 so genannte „Privatinsolvenzen“.

Nun tut sich eine dritte viel versprechende Berufsperspektive auf: Kulturdolmetscher. Zwar ist es – noch - kein Beruf, den man lernen oder studieren kann. Dafür aber bietet er Seiteneinsteigern, die ihr Studium der Sozialpädagogik nach 20 Semestern abgebrochen haben, die Gelegenheit, der Arbeitslosigkeit zu entkommen. In Wuppertal sollen demnächst 15 Kulturdol-metscher eingestellt werden, um „Inhaftierten mit Migrationshintergrund“ zu helfen, sich...

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Achgut  Inland  

04.03.2013   18:36   +Feedback

Frau Sophie und der Teufelsberg

Mit ihrem ersten Roman “Das bleiche Herz der Revolution” mischte sie das 68er-Milieu auf und zog sich den geballten Zorn des deutschen Feuilletons zu. Jetzt hat Sophie Dannenberg ihren zweiten Roman veröffentlicht: “Teufelsberg”. Er spielt in einer psychiatrischen Klinik auf dem aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges errichteten höchsten Hügel Berlins. Der Ort ist mit Bedacht gewählt, er steckt nicht nur voller Geschichte, sondern bietet auch eine gute Sicht auf die Gegenwart. Es geht um die Mutter aller Fragen: Was ist verrückt? Und was ist normal? Muss man mit den Patienten oder den Ärzten der Klinik auf dem Teufelsberg Mitleid haben? Oder bilden beide eine symbiotische Einheit - wie der Rest der Gesellschaft?

Sophie Dannenberg stellt ihren Roman am Mittwoch, 6. März, um 20 Uhr in der Buchhandlung Starick in Schmargendorf...

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Achgut  Kultur  

04.03.2013   15:11   +Feedback

Ziemlich beste Feinde

Letzten Dezember trafen wir uns wieder, auf der Weihnachtsfeier eines gemeinsamen Freundes, der uns, ohne die Vorgeschichte zu kennen, an denselbem Tisch platziert hatte. Kaum hatte er mich erkannt, drückte er mich schon an seine Kampfschwimmerbrust und rief: “Broder, mein Freund, wie schön, Sie wiederzusehen!”

Zu sagen, ich sei überrascht gewesen, wäre eine arge Untertreibung, ich war platt. Zumal ich das Gefühl hatte, er meinte es ehrlich. Am Ende der Weihnachtsfeier waren wir schon beim Du, und Diestel – ich meine: Peter-Michael – lud mich ein, ihn in seiner Potsdamer Anwaltskanzlei zu besuchen.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article114106213/Buergerlicher-Kopf-auf-kommunistischem-Koerper.html

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Achgut  Inland  

02.03.2013   08:39   +Feedback

Hurra, wir retten die Welt!

Die “Donnerstag ist Veggie-Tag!”-Intiative ist Teil eines Programms, das Deutschland geradewegs in die Erziehungsdiktatur führen soll: Wir werden angehalten, unsere Wohnungen auf höchstens 18 Grad Celsius zu beheizen, öffentliche Verkehrsmittel auch dort zu benutzen, wo es sie nicht gibt, kein Übergewicht anzusetzen, weil das nicht nur ungesund, sondern auch sozialschädlich ist, und unseren Fleischkonsum zu reduzieren oder am besten ganz einzustellen… Wir frieren uns daheim den Arsch ab, wir gehen zu Fuß oder nehmen das Rad, wenn wir etwas von Berlin nach Leipzig transportieren wollen, denn weniger Autos sind besser als viele Autos, wir nehmen Rücksicht auf die Bilanz der Krankenkassen, und jetzt gönnen wir uns am Donnerstag einen Veggie-Burger. Bei den Katholiken war das schon immer freitags der Fall, aber da ging es ja nur um...

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Achgut  Klima-Debatte  

27.02.2013   23:58   +Feedback

Im Hafen von Brüssel

Langsam nehmen die Vereinigten Staaten von Europa Gestalt an. Da sind auf der einen Seite die wirtschaftlich intakten Geberländer wie Deutschland, Finnland, Österreich und Luxemburg, auf der anderen Seite die „failed states“ wie Griechenland, Portugal, Spanien und neuerdings auch Zypern. Dazwischen die unsicheren Kantonisten wie Frankreich und Italien, die einfach „too big to fail“ sind, weil sie unter keinen Rettungsschirm passen.

Und dann sind da noch Rumänien und Bulgarien, die 2007 in die EU aufgenommen wurden. Auch fünf Jahre nach dem Beitritt ist nicht klar, worin der Beitrag der beiden zur Europäischen Union besteht, wenn man mal davon absieht, dass sie mit je einem Kommissar in der EU-Kommission vertreten sind. Eine Bulgarin verwaltet das Ressort „Humanitäre Hilfe und Krisenschutz“, ein Rumäne ist für das...

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Achgut  Ausland  

26.02.2013   22:22   +Feedback

Auch boykottieren will gelernt sein

Die Studenten der Universität von Oxford wollen in diesen Tagen über einen Boykott von Israel abstimmen. Das ist im Prinzip eine gute Idee, obwohl sie eigentlich niemand dazu zwingt, Hebräisch zu lernen, Maccabi-Bier zu trinken und ihre Ferien in einem Kibbutz im Negev zu verbringen. Allerdings - wenn sie Israel nachhaltig boykottieren wollen, brauchen sie ihre Ärsche nicht mal von der Stelle zu bewegen. Sie müssen nur ihre Laptops entsorgen und die USB-Sticks aus dem Fenster werfen. Die ersten enthalten in Israel produzierte Teile, die letzten wurden in Israel erfunden. Das wäre doch mal ein Boykott, der einen Sinn ergibt. Und auf Skypen müssten sie auch verzichten, die kleinen Klugscheißer von Oxford.

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Achgut  Ausland