Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

03.07.2008   00:21   +Feedback

“Die Besatzung beenden, im Westjordanland ebenso wie in Haifa oder Nazareth!”

Igal Avidan interviewt einen Israeli, der ein Palästinenser ist, der wie ein Israeli fühlt, der wie ein Palästinenser leidet. Oder so ähnlich. Alles, was man über ihn wissen muss, ist dies: Er ist der Sohn eines Palästinensers und einer jüdischen Mutter. Das ist eine schwere Hypothek. Aber statt sich einen Anwalt zu nehmen und seine Eltern zu verklagen, will er Palästina vom zionistischen Kolonialismus befreien. Ganz Palästina.

“Ich habe die Seite der Gerechtigkeit gewählt, weder eine Nationalität noch eine Religiosität. Politisch gesehen bin ich ein Palästinenser. Ich kämpfe mit den Palästinensern, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Es ist nicht unbedingt meine Sehnsucht, noch einen Staat zu gründen mit einer zusätzlichen Polizei und Armee. Der palästinensische Befreiungskampf ist meiner. Ich bin aber kein guter Jude, der den armen Arabern hilft. Ihr Kampf ist unser Kampf als Israelis. Wir haben eine eine gemeinsame Zukunft. Als jüdischer Israeli ist der Zionismus mein Feind ebenso wie ihrer. Dieser Konflikt ist Ergebnis des zionistischen Kolonialismus. Sich davon zu befreien, heißt, die Besatzung zu beenden, im Westjordanland ebenso wie in Haifa oder Nazareth.” http://text.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-390/i.html

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