Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

14.11.2008   23:32   +Feedback

Licht in Halle, Schatten über Jerusalem

Wie wir inzwischen alle gelernt haben, reicht der Boden der deutschen Geschichte bis nach Palästina. Deswegen nehmen sich immer mehr verzweifelte Hausfrauen, gescheiterte Künstler und delirierende Rentner der Nahostfrage an. In Halle wurde vor ein paar Tagen eine Fotoausstellung unter dem Titel ““Jerusalem 2008 - Lange Schatten des 9. November?” eröffnet. Auf dem Plakat, das die Ausstellung bewirbt, ist die Mauer von Jerusalem zu sehen mit der Beschriftung “From Warsaw Ghetto to Abu-Dis-Ghetto”. Das Ganze ist Teil des offiziellen Programms zum Gedenken an an die Reichspogromnacht in Deutschland 1938. 

“Es ist an der Zeit, Fragen stellen zu können”, meint Maria Nühlen angesichts 60 Jahren Israel. Die Ausstellung sei im Kontext zum 9. November 1938, der Reichspogromnacht, ebenso wie dem des Jahres 1989 zu sehen, in dem in Deutschland die Mauer fiel. Mauern, so Ehmke, gibt es schließlich im Heiligen Land bis heute.
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1226041994592

Inzwischen wurde der Artikel gelöscht. Man kann ihn aber trotzdem finden, hier:
http://jove.prohosting.com/bonnmm/div/Jerusalem-Stadt-der-Gegensaetze/

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Halle (DIG) wirbt ebenfalls für die Ausstellung: http://www.dig-halle.de/veran040403.htm und bietet außerdem einen “Rundgang zu jüdischem Leben in Halle” an, der am Jüdischen Friedhof in der Dessauer Straße beginnt. L’chajim, chawerim we chawerot b’Halle!

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