Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

26.11.2011   20:57   +Feedback

Reha Berlin-Brandenburg

Ich habe selten so viele und so unglaublich bekloppte Leserbriefe bekommen wie auf die Ken-Jebsen-Geschichte. Dabei war es nicht einmal eine Geschichte. Ich habe lediglich eine mail von Jebsen an einen Radio-Hörer online gestellt, der sich über KenFM beschwert hatte. Jebsen gab weder zu, die mail geschrieben zu haben, noch bestritt er es. Worauf seine Fans mir unterstellten, die mail fabriziert zu haben, um Jebsen zu schaden. Was nur eines beweist: dass Jebsens Hörer ebenso irre sind wie der Moderator, der seine Verschwörungstheorien und Wahnideen zum Programm gemacht hatte.

Hier eine kleine Auswahl der Zuschriften:

Herzlichen Glückwunsch, Herr Broder!

Tolle Leistung mit Ken Jebsen, der jetzt durch Ihre erfolgreiche publizistische Arbeit nicht nur selbst seinen Job los ist. Auch die Mitarbeiter seiner Produktionsfirma, die KenFM in den letzten zehn Jahren produziert hat, dürften sich wohl inzwischen bei der Arbeitsagentur vorgestellt haben.

Das ist natürlich jetzt nicht Ihre Schuld, schon klar. Wo gehobelt wird, da fallen eben Späne, oder? Und wenn es um die (selbst)gerechte Sache geht, wen interessieren da die Konsequenzen?

Ich denke, auch Ihnen muss klar sein, dass der Vorwurf der Holocaust-Leugnung/ -Verharmlosung durch Ken Jebsen schlicht Blödsinn ist. Eine solche Absicht ist auch aus der kruden YouTube-Nachricht nur mit viel Böswilligkeit rauszulesen.
Wenn man jeden, der irgendwann mal öffentlich Unsinn labert, gleich rauswerfen wollte, würde unsere politische und ganz sicher auch die publizistische Landschaft wohl GANZ anders aussehen…

Ganz ehrlich, mit meinem Verständnis von sorgfältiger publizistischer Arbeit in einer Demokratie ist Ihre Kampagne schwer vereinbar. Ich persönlich fände in der Tat eine persönliche Entschuldigung bei Herrn Jebsen angemessen.

Das wird wohl nicht passieren, und so bleibt mir nur zu wünschen, dass es vielleicht irgendwann mehr Leute wie Gunter Gabriel im öffentlichen Leben gibt.
Man mag von dem Mann halten, was man will, aber jedem, der es nicht nur schafft, dass Sie ein überreichtes Mützchen brav aufsetzen, sondern der Sie in geradezu vorbildlicher Weise dazu bringen kann, endlich einmal die Klappe zu halten und einfach zuzuhören, gebührt aus meiner Sicht ein gewisser Respekt.

Ich habe in der Vergangenheit bei verschiedenen Projekten sowohl mit Ken Jebsen als auch mit Gunter Gabriel zusammengearbeitet, und ich kann Ihnen versichern: Beide geben nicht wenig Blödsinn von sich. Dass allerdings der eine von Ihnen jetzt hofiert und der andere ruiniert wird, das gibt mir schon zu denken…

Mit höflichem Gruss,
Helmut H.

Sehr geehrter Herr Broder,
ich will mich gar nicht lange auf eine Diskussion mit Ihnen einlassen;
scharf argumentieren, das können Sie als Journalist betimmt viel besser.
Aber: Warum erkennen Sie nicht, dass Sie mit Ihren aggressiven, bissigen
und auch selbstverliebten Äußerungen massiv der Haltung der Allgemeinheit
gegenüber jüdischen Bürgern schaden und - wie Israel mit
seinenüberzogenen, neurotischen Aktionen - gerade das Gegenteil von einem
entspannteren und dadurch sicheren Zusammenleben bewirken?!
Hochachtungsvoll
Ulrich K.

Sehr geehrter Herr Broder,

würden Sie bitte dokumentieren, wer Ihnen die in Ihrem Beitrag zitierte E-Mail zukommen ließ, und wer sie ursprünglich an wen gesendet hat?
Sollte dies schon geschehen sein, bitte ich um die Zusendung des Links.
Ich möchte mich zu gerne von der Korrektheit Ihres Breitages überzeugen.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
Achim R.

Lieber Herr Broder,

Mittlerweile haben Sie sich sicherlich ausführlicher mit Herrn Jebsens Arbeit beschäftigt und haben gemerkt, dass Ken Jebsen kein Antisemit ist. Diese Bezeichnung würde Er, Ich und auch meine Eltern als gröbste persönliche Beleidigung empfinden. Zurecht. Weil es nicht stimmt und weil es so mit das schlimmste ist, was wir uns vorstellen können, wir nicht so sein wollten, und uns nie so verhalten haben.

Ken Jebsen verfügt, wie Sie auch, über eine herrlich polemische und unterhaltsame Art Politik auf den Punkt zu bringen. In seiner Sendung hat er viele junge Hörer ermutigt selbst nachzudenken. Das ist löblich, ehrenhaft und sogar unterhaltsam. Sie haben da echt was ausgelöst, denn diese Sendung gibt es jetzt nicht mehr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie den Antisemitismus Vorwurf zurücknehmen und sich bei ihm entschuldigen. Denken Sie mal drüber nach. Es wäre richtig. Denn der Vorwurf ist haltlos und deswegen sehr, sehr beleidigend und grob.

Mit besten Grüßen!
Nikolaj B

Sehr geehrter Herr Broder,

ich habe sie als intelligenten aber auch streitbaren Journalisten schätzen
gelernt. Ihren Umgang mit der eMail eines Fritzhörers, sowie Ihre
öffentliche Reaktion in einem RBB Interview verurteile ich allerdings.
Ich, ein nach Ihrer Ansicht linker oder rechter Fritzmob, bin 47 Jahre alt
und höre Fritz seit Jahren, gerade wegen der Wortbeiträge. Inzwischen
wurden viele, guite Moderatoren in ‘Fritz - Rente’ geschickt und der Sender
verkommt zum Formatradio. Ken Jebsen als rechten
Irren zu bezeichnen, ist einfach falsch. Aber ich denke Sie haben dem RBB
einen guten Dienst erwiesen, denn so konnte man endlich diesen ‘Irren’
fristlos entlassen.

Mir ist einfach nicht klar, warum Sie sich so öffentlichswirksam
‘engagieren’. Neues Buch, lange nicht in der Presse gewesen, zu wenig
Besuch auf Ihrer Webpräsenz?

Was bleibt? Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der
Denunziant.

M. B.

na, schon die kerbe ins laptop geschnitzt, broderchen? glückwunsch zum abschuss….
andreas g.

...oh, der broder, kaum ist mal zeit zu schweigen, der zu kurz geratene &
fett gefressene macht trotzdem das maul auf. Hat der jebsen dir ne frau
ausgespannt? Du bist in meinen augen ein wichtigtuer, geh in rente moppel &
nerv nicht mehr.
anonym

Lieber Her Broder,
ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie ihren politischen Einfluß nicht dazu
nutzen, die letzten hierzulande verbliebenen kritischen Journalisten zu
rufmorden.

Es ist Ihnen klar, wie unglaubwürdig die Antisemitismusvorwurf gegen Herrn
Jebsen ist!

MIR war auch klar, dass Jebsens engagierter Einsatz zur Offenlegung
politischer Zusammenhänge irgendwann zu seiner Entfernung aus dem Radiojob
führen würde.
Die Meinungsfreiheit gilt ‘bei uns’ nur noch für hirn-und harmlose
Seichtigkeiten und wer zuwiderhandelt wird mundtot gemacht.

Aber ausgerechnet Antisemitismus als Begründung!
Jede seiner Sendungen endete mit dem Aufruf:
“Lasst euch nicht hineintreiben in den Hass…”
Jede seiner Sendungen zeigt deutlich sein Erschrecken über den Zustand der
Demokratie und ist getragen vom Humanismus.
Nichts ist da misszuverstehen als Antisemitismus.

Wie gesagt: Sie w i s s e n das!

Wer oder was treibt sie also an?
Wer bezahlt Sie für die Gefälligkeit einen unbequemen Denker und
Publizisten auf so erkennbar hanebüchene Weise zu verunglimpfen?

Ihr Name soll für Wahrheit und Unbeugsamkeit stehen.
Ich erwartete deshalb zumindest, dass Sie Herrn Jebsens Einladung zu einem
Gespräch annähmen.

Was hindert Sie?

Mit freundlichen Grüßen,
Kristin

Ich finde es schlimm das ein Nationalsozialist, Antisemit und Holocaust Unterstützer wie sie in diesem Land so viel Einfluss hat.
Nur durch leute wie sei war der Nazi terror überhaupt erst möglich.
Stefan

Wenn Du mal die Sendung von Ken Jebsen gehört hättest, hättest Du
bemerkt, dass dies die e i n z i g e Sendung im Radio ist, in der
Jugendliche mal die Hintergründe erklärt werden (Bundestagswahlen,
Waffenhandel, Kirchen, etc). Diese Sendung hob sich vom üblichen
Wischi-Waschi-Scheiß in TV/Radio deutlich ab. Wenn Du keinen Spaß und
keine Ironie verstehst, dann bist Du genau so ein Arschloch wie Merkel,
Westerwelle und all die anderen. Die Dummheit siegt nun auch in
Deutschland. Aber das sagte schon Ken, dies ist Absicht.
anonym

Wenn Juden über Fernsehsender und über den Rest der Medienwelt in
Deutschland herrschen, und bestimmen wer gefeuert wird und wer bleiben darf
(Ken Jebsen), dann läuft hier gewaltig etwas schief.

Das ist wirklich traurig, denn genau deswegen wurden Sie vor 60 Jahren in
diesem Land ja auch so gehasst!

Ich bin vielleicht mit meinen 20 Jahren noch sehr jung, aber ich kann nun
ohne Zweifel sagen, dass Hitler Recht hatte!

Nicht mit dem Holocaust, dieses unmenschliche und widerwärtige Verbrechen,
aber mit seiner Meinung zum Weltjudentum…

Hitler hätte damals man besser alle Juden ausweisen lassen sollen und gut
is. Dann hätten doch Amerika oder Frankreich oder was weiß ich wer sie
aufnehmen können (genug Geld hatten die Juden ja in Deutschland sowieso
schon genug angehäuft…), aber wir Deutschen wären endlich wieder frei
gewesen, ohne den Marionettenspieler im Hintergrund…
anonym

Wow Broder Sie haben es geschafft, dank Ihnen wurde Ken Jebsen nun doch
gefeuert!

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ken-fm-im-radio-rbb-setzt-ken-jebsen-vor-die-tuer-11538813.html

Nur, ist es das was Sie wirklich wollten?!

Ich dachte immer jemand wie Sie wäre für Meinungsfreiheit!

Und Pressefreiheit, was sagen Sie dazu? Ist es Pressefreiheit, wenn jemand
gefeuert wird, weil Zitat RBB:

“[...]zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards des
RBB entsprachen”

???

“Den journalistischen Standards nicht entsprachen” - ja müssen wir denn
alle gleich ticken, müssen die Medien alle gleich ticken, was soll diese
Political Correctness?!?

Moment mal! Sie sind doch eigentlich GEGEN die Political Correctness oder?

Oder gilt das nur, wenn diese sog. Abweichler von der politisch-korrekten
Borniertheit Ihrer politischen Ideologie entsprechen? Das wäre dann aber
eine ganz schöne Heuchelei, oder?

Ich fand es immer gut, dass Sie so für Meinungsfreiheit waren, aber seit
KenFM hat sich meine Meinung über Sie komplett geändert, ich halte Sie
jetzt für einen Heuchler und ideologisch-zionistisch verbohrt.

Peace.
anonym

erzählen sie mir doch mal herr broder, ab wann man bei ihnen antisemit
ist..die demontage von herrn jebesen ist doch nichts anderes, als die
sabotage eines konkurrenten in ihrer journalistischen branche.. und SIE
sind nichts anderes als ein heuchler..
anonym

 

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