Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

20.11.2011   01:06   +Feedback

The Bryan Show

Die Sache mit Bryan, dem Hamburger Obdachlosen, wird immer witziger. Es handelt sich vermutlich um den ersten Obdachlosen seit Diogenes, der von einer Presseagentur betreut wird und eine eigene FB-Seite hat. Man gönnt sich ja sonst nix. Auch die Agentin von Bryan hat eine FB-Seite, auf der sie Bryan promotet. Als ihr Klient bei Bohlens “Supertalent”-Show (!) durchgefallen war, schrieb sie einen Offenen Brief an Dieter Bohlen und forderte “eine zweite Chance” für den Obdachlosen, der es verlernt hatte, “über eine Lautsprecheranlage zu singen”. Die Teilnahme bei DSDS “war sein Strohhalm, sein Rettungsanker, seine große Hoffnung”; und rausgeflogen ist er, “weil die Macher der Show ihm die Popularität nicht gönnen”.

Wenn das ganze keine Satire aufs Show-Business ist - wie die Truman-Show -, dann ist es die mieseste Schmierenklamotte aus der Rumpelkammer des Sozialstaates seit der Maseratti-Affäre des Chefs der Berliner Treberhilfe, die inzwischen Konkurs anmelden musste. Obdachlosigkeit ist kein Schicksal Es ist eine Herausforderung für Sozialuntermehmer und PR-Hyänen.

Noch mehr Bryan:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.221352234549274.66157.161102710574227
http://de-de.facebook.com/note.php?note_id=219846994699890
http://www.facebook.com/notes/max-bryan/mein-neuer-arbeitsplatz/219847211366535

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