Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

12.03.2012   23:37   +Feedback

Herr Broder, ist eine Welt ohne Antisemitismus möglich?

Genauso wenig wie eine Welt ohne Verbrechen, ohne Krankheiten, ohne Vorurteile, ohne Ressentiments. Möglich ist das, was in der Bundesrepublik nach der Shoah relativ gut gemanagt wurde: eine Art Sicherheitsverwahrung. Offener Antisemitismus wie bei Hohmann und Möllemann wird nicht geduldet. Man kann heute kein Antisemit sein, wie man heute kein Schwulenhasser sein kann. Auch blöde frauenfeindliche Witze gehen nicht. http://www.stern.de/kultur/buecher/henryk-m-broders-vergesst-auschwitz-warum-podolski-auschwitz-meiden-soll-1798725.html

Am Montag erscheint Broders neues Buch „Vergesst Auschwitz!“, in dem sich der 65-Jährige mit Erinnerungsritualen, der deutschen Israelpolitik und dem Antisemitismus beschäftigt. In Deutschland sei einiges an Erinnerungsarbeit geleistet worden, räumte er ein. „Aber heute steht Auschwitz eben auch für Selbstabsolution, eine Wellness-Oase für Vergangenheitsbewältigung.“...
http://www.focus.de/politik/deutschland/henry-m-broder-kritisiert-vergangenheitsbewaeltigung-auschwitz-ist-ein-disneyland-des-todes_aid_722898.html

Der Inhalt des Buches lässt sich denn auch in einem Satz destillieren: Wer die Ideologie des Zionismus, Israel und die Verbrechen gegen Palästina kritisiert, ist ein Antisemit und will alle Juden ausrotten.
Dieser Kernsatz ist es auch, der im öffentlichen Bewusstsein hängen bleiben soll. http://rotefahne.eu/2012/03/zionistisches-delirium-zum-neuen-buch-von-henryk-m-broder/

Henryk Broders neuer Essay wird in den Augen mancher Leser eine geschmacklose Entrüstung sein, die mit deutschen Reizvokabeln ihr gruseliges Erregungsspiel treibt. Für andere ist er ein draufgängerischer Stilizist von Rang, der sich um Israel sorgt und fürchtet, eine erinnerungspolitische Nervensäge und Krawallschachtel. Er geht auf die Nerven, weil es einer ja tun muss, damit man sagen kann: Spinnt der?
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1701889/

“Vergesst Auschwitz” bietet 176 Seiten der bekannt-berüchtigten Broder-Polemik, thematisch konzentriert auf die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen, die unentwegt über die im Holocaust ermordeten Juden trauerten, während sie lebende Juden – besonders in Israel – als Störfaktor empfänden.  “Die Deutschen sind dermaßen damit beschäftigt, den letzten Holocaust nachträglich zu verhindern, dass sie den nächsten billigend in Kauf nehmen”, findet Broder im Bezug auf die Bedrohung Israels durch den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.
http://www.pro-medienmagazin.de/buecher.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=5194

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