Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

15.08.2012   15:25   +Feedback

“Schmerz ist unsere Kompetenz”

Sieben Jahre später, im Mai 1968, begann vor einer Großen Strafkammer des Landgerichts Aachen der Prozess wegen vorsätzlicher bzw. fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung gegen neun führende Grünenthal-Mitarbeiter. Sie wurden von 20 Anwälten vertreten. Die mehr als 300 Nebenkläger, die vom Gericht zugelassen wurden, hatten zwei Anwälte auf ihrer Seite.

Es war ein Prozess, wie ihn Deutschland bis dahin nicht erlebt hatte – was den Aufwand und die Dauer anging, nur noch vergleichbar mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen in den Sechzigerjahren. In Aachen wie in Frankfurt wurde im Namen von Opfern verhandelt, die nicht im Gerichtssaal erscheinen konnten. In Aachen wie in Frankfurt saßen auf der Anklagebank Mitarbeiter einer Organisation bzw. eines Unternehmens, die keinen Anflug von Bedauern oder Reue zeigten und jede Verantwortung von sich wiesen.
http://www.welt.de/kultur/history/article108632744/Der-Kampf-der-Contergan-Firma-gegen-die-Opfer.html

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtz_%28Unternehmerfamilie%29

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