Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

12.10.2009   16:07   +Feedback

Der Dhimmi vom Dienst

Lieber Herr Broder!
Wenn man Ihre Kommentare liest, kommt mir der kalte Schweiß den Rücken hinunter! Was erlauben Sie sich eigentlich? Als Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, verbitte ich mir solche demagogischen Unterstellungen, Herrn Kramer gegenüber. Sie schüren Antisemitismus im allgemeinem sowie Unverständnis unter uns Juden, vor allem unter der Generation des Shoha, zu der auch ich gehöre! Ich bin ein demokratisch denkender Mensch und stehe jeden Redefreiheit zu. Aber was Sie tun, ist deformierend und gibt den Anhängern der NPD und Konsorten und den „Sarazins“ Stoff für Ihre Propaganda und Äußerungen, und hat nichts mit „Redefreiheit“ zu tun.
Siegbert Aron


Sehr geehrter Herr Broder!
Es geht mir nicht um was Sie geschrieben haben sondern, wie Sie es geschrieben haben. Ein Jude gegen einen anderen Juden. In der Sache, mögen
Sie ja Recht haben, denn das was Herr Kramer von sich gibt, ist schlimm! Aber der Ton macht die Musik. Ihr Forum kann, und seihen Sie versichert, von allen gelesen werden, und das bedeutet auch von unseren “Feinden”. Lesen Sie doch den Kommentar, im Tagesspiegel von gestern, von Prof. Michael Wolffsohn!
Er hat in seiner Wortwahl so geschrieben, dass es für “Außenstehende” nicht zum Anlass zu irgendwelchen Ressentiments gegen die Juden führen kann, sondern direkt gegen die Person Kramer als Mensch gerichtet war. Also bitte, nehmen Sie es mir nicht Übel, aber Ihre Wortwahl war, nach
meinem dafürhalten, bedrückend und Propagandistisch (nicht nur Kramer gegenüber) auch ich fühlte mich beim lesen unwohl und an eine schlimme Zeit erinnert. Wenn ich wieder genesen bin, würde ich Sie gerne mal treffen und mit Ihnen aktuelle Themen zur Sprache bringen.
Mit freundlichen Grüßen!
Siegbert (Mickey) Aron

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