Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

08.02.2013   14:11   +Feedback

Deutsch-jüdische Symbiose: Junge Freiheit lobt den Zentralrat

Das Interessanteste an der Debatte über den Antisemitismusvorwurf gegen Jakob Augstein und seinen Gewährsmann Henryk M. Broder ist die Zurückhaltung des Zentralrats der Juden und der meisten prominenten deutsch-jüdischen Vertreter. Man ahnt offenbar, dass in Europa bald ernsthafte Konflikte bevorstehen und es unklug wäre, seine Energie in Scheingefechten zu vergeuden oder Fronten zu eröffnen, wo das nicht nötig ist.
(Karlheinz Weissmann, JF, 18.1.2013)

Und wenn die “ernsthaften Konflikte”, die uns bevorstehen, eines Tages ausbrechen, werden die “Junge Freiheit” und der Zentralrat der Juden Seit’ an Seit’ ins Gefecht ziehen, die Fahnen hoch und die Reihen fest geschlossen, froh, dass sie ihre Energien nicht in Scheingefechten vergeudet haben.

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Achgut  Inland  

06.02.2013   22:56   +Feedback

Die Öko-Krieger

Am letzten Wochenende gedachten die Russen der Schlacht von Stalingrad, die am 2. Februar 1943 mit der Kapitulation der Sechsten Armee unter General Friedrich Paulus, der vom Hitler noch im letzten Moment zum Generalfeldmarschall befördert wurde, zu Ende ging. Die blutigste Schlacht der Zweiten Welt-krieges tobte fast ein halbes Jahr und kostete 700.000 Soldaten auf beiden Seiten das Leben, dazu eine unbekannte Anzahl Zivilisten.

Auch in Deutschland fanden Gedenkfeiern statt, bei denen vor allem daran erinnert wurde, dass von den 90.000 deutschen Soldaten, die in sowjetische Gefan-genschaft geraten waren, nur etwa 6.000 nach Hause zurückkehrten.

Aus dem Abstand von 70 Jahren betrachtet, ist die Schlacht um Stalingrad nicht nur ein „Stahlgewitter“ der Superlative, das an Sinnlosigkeit kaum zu übertreffen ist, seltsam mutet auch...

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Achgut  Inland  

06.02.2013   08:54   +Feedback

Eine Schande für Europa

Während die einen jedes Jahr am 27. Jänner Auschwitz aufs Neue befreien und die anderen dazu aufrufen, keine Produkte aus israelischen Siedlungen zu kaufen (“Deutsche wehrt Euch, kauft nicht bei Zionisten!”), derweil ganz andere eine Sexismus-Debatte führen und das Ende des alten weißen Mannes feiern, findet vor unserer Tür ein Blutbad statt, das sowohl die Alleskönner und Alleswisser in der Politik wie die Kretins der Friedensbewegung kalt lässt, als wäre es eine Prügelei am Rande des Oktoberfestes. Die höchst aktive Passivität wird mit der Unübersichtlichkeit der Verhältnisse begründet, man wisse nicht, wer die Guten und die Bösen seien und ob unter den Kämpfern nicht auch Islamisten sein könnten. Im Übrigen sei Assad zwar ein schlimmer Finger, dafür aber auch ein Garant stabiler Verhältnisse. Und der Nahe Osten...

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Achgut  Ausland  

02.02.2013   10:43   +Feedback

Stars and Bucks in Ramallah

Wir lassen unseren Nissan in Shuafat im Norden von Ostjerusalem stehen, stärken uns bei “Abu Munir” mit einem Falafel für den Rest des Weges und nehmen den Bus Nr. 18, der uns in das Zentrum von Ramallah bringen soll. Vor dem Grenzübergang stehen riesige Tafeln, auf denen in Englisch und Hebräisch geschrieben steht, dass Israelis die von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebiete nicht betreten dürfen, das sei erstens verboten und zweitens lebensgefährlich. Aber niemand achtet auf die Einhaltung des Verbots. Die Israelis winken den Bus durch und auf der palästinensischen Seite stehen nur ambulante Händler, die Getränke und Süßigkeiten anbieten. Wir denken, wir haben es bald geschafft, aber dann dauert es noch einmal eine knappe Stunde, denn der Verkehr in Ramallah entspricht dem in Mumbai, nur mit dem...

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Achgut  Ausland  

01.02.2013   17:34   +Feedback

Wie hätten Sie es gerne?

Die beste aller Überschriften zu einem Israel-Artikel gelang FOCUS-Online im Jahre 2006: Israel droht mit Selbstverteidigung. Jetzt hat FOCUS-Online beinah den Anschluss geschafft: “Israel gefährdet durch Angriff auf Syrien seine eigene Sicherheit.” Mit dem Angriff auf was immer es war habe “Israel eine Grenze überschritten, wörtlich, völkerrechtlich und psychologisch…” Und: “Zieht Israel mit seiner Aktion die ganze Region in einen blutigen Kampf?”

Eine gute Frage, die ein Nahostexperte für sich und seine Kollegen so beantwortet: “Es gibt viele gute Gründe anzunehmen, dass der Konflikt aufgrund der israelischen Angriffe nicht eskaliert“, sagt André Bank, Nahostexperte am Giga-Institut in Hamburg. Das deckt sich mit der Einschätzung vieler Fachleute. Ja, das ist kohärenter Journalismus. Titelzeile und Artikel gehen jeweils...

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Achgut  Ausland  

30.01.2013   23:10   +Feedback

Mursis israelkritische Äußerungen von der Tagesschau für halal erklärt

Wenn einer die Juden “Nachkommen von Affen und Schweinen” nennt und seinen Glaubensbrüdern erklärt, es sei deren Pflicht, ihre Kinder zum Hass auf Juden zu erziehen - was ist er dann? Ein Antisemit? Ein Antizionist? Nein! Ein Israelkritiker! So einer wie Augstein, Grass, Norman Paech, Annette Groth, Inge Höger, Alfred Grosser, die Tochter und neuerdings auch die Labbertasche Ken Jebsen. Auch das Gerede von den Nachkommen der Affen und Schweine gehört in die Kategorie der “israelkritischen Äußerungen”, sagt Tagesschau-Reporter Christian Thiels. Hier ab Minute 5.15.

Zu Anfang derselben Ausgabe der Tagesschau der Befreiung von Auschwitz gedacht, denn tote Juden sind gute Juden. Was soll das Gejammer über die bösen Nazis? Sie waren doch nur Judenkritiker.

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Achgut  Inland  

30.01.2013   21:44   +Feedback

Felix Germania!

Dass Männer alle nur „das Eine“ wollen und dass eine anständige Frau es ihnen nicht zu leicht machen darf, ist eine Weisheit, die noch vor einer Generation jeder Tochter von ihrer Mutter mit auf den Weg gegeben wurde. Dass Männer „Schweine sind“,  war auch die Botschaft der „Ärzte“ an ihre Fans: „Ein Mann fühlt sich erst dann als Mann/Wenn er es dir besorgen kann/ Er lügt, dass sich die Balken biegen/Nur um dich ins Bett zu kriegen…/ Ausnahmen gibt’s leider keine/ In jedem Mann steckt doch immer ein Schwein.“

Und es ist über 100 Jahre her, da Karl Kraus in einem Bericht über einen Kongress zur Bekämpfung des Mädchenhandels das Wesen der männlichen Moral in einem Satz zusammen fasste: „Die Herren der Schöp-fung wollen das Angenehme mit dem Nützlichen ver-binden, zugleich der Prostitution und der...

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Achgut  Inland  

27.01.2013   06:50   +Feedback

Festina lente oder: Eile mit Weile

Levi Salomon ist Sprecher des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus. Von den Mühen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit erholt er sich derzeit im internetfreien Mecklenburg.


lieber herr salomon,
sind sie nicht zuständig für die beobachtung des antisemitismus?
gibt oder gab es von ihnen ein statement zu der causa augstein?
gruss aus tel viv
hb

Sehr geehrter Herr Broder,
Herr Salomon befindet sich im Moment in Mecklenburg und hat keinen Internetanschluss. Er hat mich angerufen und mir folgende Mitteilung an Sie diktiert, mit der Bitte die Nachricht an Sie weiterzuleiten.

Sehr geehrter Herr Broder,
mit großer Sorge hat das JFDA die Debatte um Herrn Augstein verfolgt. Unserer Meinung nach wurden rote Linien in der Debatte überschritten. Wir haben in den letzten Wochen intensiv Monitoring betrieben und hatten vor in...

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Achgut  Bunte Welt