Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

Henryk M. Broder

16.04.2013   18:26   +Feedback

APP - Anonyme Party Pupser

Pünktlich zum 65. Jahrestag der Gründung Israels veröffentlichte eine Gruppe “besorgter Juden und Israelis” einen “Aufruf an Juden in aller Welt”, ihrerseits “den Staat Israel aufzurufen, zu den friedlichen, moralischen, demokratischen und humanistischen Werten, die uns lieb und wert sind, zurückzukehren”. Schaut man sich die Liste der Unterzeichner an, fällt einem auf, dass etliche der “usual suspects” fehlen: Uri Avneri ist nicht dabei, Amira Hass fehlt unentschuldigt, Gideon Levy muss verschlafen haben. Dafür sind viele Professoren mit von der Partie und andere gesellschaftlich relevante Elemente, die als Beruf “Activist”, “Civil Society Leader”, “Artist”, “Zionist Humanist”, “Conflict Resolution Trainer”, “House Wife”, “Peace Building”, “Clown” und “Art Therapist” angeben. So weit, so gut. Man muss ihnen zugute halten, dass sie...

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Achgut  Ausland  Inland  Kultur  

16.04.2013   17:57   +Feedback

Fünf und Sechzig!

Es ist ein Land, in dem Frauen die gleichen Rechte wie die Männer haben, die Juden wie die Araber, und in dem alle Bürger nach ihrer Facon leben können. Gut acht Millionen Menschen leben heute in diesem äußerst vielfältigen Staat, so frei wie in keinem anderen Land der Region. Die Zahl der Juden hat die sechs Millionen erstmals überschritten; ein geeigneter Augenblick, um darauf hinzuweisen, dass, wer von den sechs Millionen Opfern der Shoah redet, von den sechs Millionen zu dieser Stunde bedrohten Juden nicht schweigen darf. Wie tröstlich es ist, zu wissen, dass Israel zur Not auch allein für sein Überleben sorgen kann! Denn zum Glück gesellt sich zur moralischen Stärke Israels die militärische; die Welt, zumal die nahöstliche, ist nun mal nicht so, wie sie sich der kleine Moritz im satten, vielleicht trügerisch friedlichen...

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Achgut  Ausland  

14.04.2013   20:36   +Feedback

Zeig Dein Gesicht!

Diese Aktion kennen Sie schon. Elf Promis, die sich als schwul, jüdisch, Moslems, Migranten und Türken outen. Gut, sie sind es nicht wirklich, aber der gute Wille zählt manchmal schon als Tat. Was kann Ulrich Wickert dafür, dass er nicht als Jude geboren wurde, damals in Shanghai, wohin das Schicksal seine Familie verschlagen hatte? Wie heisst es doch am Ende von “Some like it hot”? - “Nobody is perfect!”

Diese Aktion kennen Sie bestimmt noch nicht. Es geht um Frauen, die das Pech hatten, in eine Kultur hinein geboren zu werden, in der Frauen keine Menschen sondern Handelsobjekte sind. Astrid Frohloff ist nicht dabei. Die gibt derzeit ein Gastspiel als Muslima. In Deutschland, nicht in Bangladesch.

 

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Achgut  Ausland  

11.04.2013   15:49   +Feedback

„Fick den Richter, nur Gott kann mich richten!”

Wuppertal liegt an der Wupper, ist die Stadt, in der Else Lasker-Schüler zur Welt kam und außerdem bekannt für seine Schwebebahn. Außerdem gibt es dort ein Landgericht, das so klamm ist, dass es seine Räumlichkeiten vermieten muss, u.a. an eine Firma, die RAP-Videos produziert. Und dabei kann es schon mal passieren, dass ein Gerichtssaal einem rebellischen jungen Mann zur Verfügung gestellt wird, der eine schwierige Kindheit hatte und nun seine Frustrationen ausagieren muss: KC Rebell, alias Hüseyin Köksecen. Was dabei passierte, können Sie hier nachlesen: http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/gerichte/essener-rapper-dreht-gewalt-video-im-gerichtssaal-29952920.bild.html Schauen Sie sich auch das kurze Video mit der Stellungnahme der extrem charmanten Sprecherin des Landgerichts an.
Jetzt geht in Wuppertal das Gerücht um, das...

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Achgut  Inland  

10.04.2013   22:22   +Feedback

Loccum hilft der iranischen Zivilgesellschaft auf die Sprünge

Wenn die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Konferenz über das Thema: “Neue Politik für Südamerika: Wie kann der Drogenanbau eingedämmt werden!?” organisieren und dazu einen Vertreter des Medellin-Kartells einladen würde, dann würden das sogar die Dealer und Junkies vom Bahnhof Zoo saukomisch finden. Wenn aber die “renommierte” Evangelische Akademie in Loccum eine Konferenz über das Thema „Neue Politik für den Mittleren Osten. Wie kann die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden?“ organisiert und dazu den iranischen Botschafter in Berlin und einen Vertreter des iranischen Außenministeriums einlädt, dann wird wird das vom protestantischen Establishment der Bundesrepublik entweder überhört und übersehen oder so gelassen zur Kenntnis genommen, als hätte Margot Käßmann ihren Führerschein gegen einen...

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Achgut  Inland  Kultur  

10.04.2013   17:47   +Feedback

Yes, He Can!

Jakob Augstein zu berufen, würde bedeuten, dort wieder anzusetzen, wo Rudolf Augstein das Steuer aus der Hand legen musste – als der “Spiegel” noch ein “Sturmgeschütz der Demokratie” war und der dazugehörige Artillerist lieber ins Gefängnis ging, als sich von der Staatsmacht einschüchtern zu lassen. Als der “Spiegel” noch das Leitmedium der Republik war, das die Meinungsbildung prägte, als man sich am Sonntagabend schon auf den Montagmorgen freute. Natürlich kann auch ein Jakob Augstein nicht zaubern und die Uhr zurück drehen. Aber der Name ist eine Marke. Wie Dr. Oetker bei den Backzutaten, Melitta bei Kaffeefiltern und die Witwe Clicquot im gehobenen Champagnersegment. Da zahlt man gern ein wenig mehr als für ein No-Name-Produkt.
http://www.welt.de/kultur/medien/article115177896/Er-kann-es-Augstein-der-ideale-Spiegel-Chef.html...[Weiterlesen…]

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Achgut  Inland  

09.04.2013   16:33   +Feedback

Filmen macht frei

Dem Focus von gestern (Seite 128) kann man entnehmen, dass Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) von mir nun auch 10.000.- Euro Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld haben will, weil ich sie u.a. das kleine Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt habe, nachdem sie sich eine Räuberpistole aus den Fingerchen gesaugt hatte, ich hätte ihr Anfang der 90er in einem Jerusalemer Cafe mein Herz ausgeschüttet. Hätte ich sie das große Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt, würde sie jetzt wahrscheinlich 20.000.- Euro haben wollen.

Nun gut, das ZDF zahlt nicht besonders gut und das Leben in London ist vielleicht teurer als in Mainz-Gonsenheim.

Die Idee mit dem Schmerzensgeld ist aber nicht schlecht. Ich werde jetzt das ZDF verklagen, weil ich vollkommen traumatisiert bin, seit ich diese beiden Meisterstücke des öffentlich-rechtlichen Journalismus gesehen habe. Ein...

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Achgut  Bunte Welt  

07.04.2013   16:10   +Feedback

“Ich sage: Im Zweifel für die Meinungsfreiheit. Punkt”

Falls Sie wisssen möchten, was ein Hypokrit ist, dann schauen sie nicht im Fremdwörter-Duden nach, sondern besuchen Sie die fb-Seite von Ruprecht Polenz, CDU-MdB aus Münster und Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im Bundestag. Der hat jahrelang eine hochstapelnde Kostümjüdin gefeauturet und gefördert, weil ihm deren “israelkritische” Haltung zupass kam. Er hat seine “Pinnwand” jedem Psychopathen zur Verfügung gestellt, der sich dort über die Juden und Israel ausmähren durfte. Darauf angesprochen hat er seine Position immer mit dem Satz “Im Zweifel für die Meinungsfreiheit” rechtfertigt, z.B. hier und hier - ca. ab 9.50, aber schauen Sie sich ruhig das ganze Gespräch an, wenn Sie einen echten Charismatiker in Aktion erleben wollen.

Der Satz gilt aber nur bedingt, nämlich für Polenz und seine Rasselbande. Leser, die...

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