Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

30.04.2013 16:00 +Feedback
Er habe lange im ganzen Land nach einem geeigneten Flugzeug gesucht, bis er vor einem Jahr zufällig auf dem Gelände eines kleinen Flugplatzes für Sportflieger, zehn Autominuten von seinem Haus entfernt, eine Cessna 310, Baujahr 1956 entdeckte, die vor 40 Jahren ausgemustert wurde und seitdem Feldmäusen als Unterschlupf diente. “Sie war vollkommen zugewachsen, der Motor ausgebaut, sonst aber in einem relativ guten Zustand.”
Jeff zerlegte die Maschine in drei Teile, den Rumpf und die beiden Flügel, und brachte sie einzeln auf einem Tieflader heim nach Brandywine. Dann machte er sich mit einem halben Dutzend Freunde an die Arbeit. Die Cessna wurde ausgeweidet und auf das Chassis eines Space Van von Toyota aus dem Jahre 1987 montiert. Ein halbes Jahr verbrachten Jeff und seine Crew jede freie Stunde damit, alles in den Schatten zu...
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Da habe ich doch tatsächlich einen Artikel meines Biografen Christian Bommarius übersehen, der schon Anfang Jänner in der Apotheken-Rundschau (oder war es die FR?) erschienen ist. Worum es ihm in diesem Text geht, habe ich nicht genau verstanden, ich glaube, um irgendetwas, das er nicht so gemeint hat, wie er es geschrieben hat bzw. dass er etwas geschrieben hat, das nicht so verstanden wurde, wie er es gemeint hat oder gemeint haben wollte. Es geht auch um Rolex-Uhren (ich trage seit zehn Jahren dieselbe Swatch, die 39.- Euro gekostet hat), wie dem auch sei: Christian Bommarius hatte was auf dem Herzen, das er loswerden wollte. Das ist völlig ok so, auch wenn er es unserem Rechtsstaat zu verdanken hat, dass er nicht in einer Jacke rumlaufen muss, die auf dem Rücken zugeknöpft wird.
Außerdem hat sich inzwischen einiges getan. Die...
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... therefore Hollywood should be called Hombai
Ich kann mir vieles vorstellen, nur nicht ein Leben ohne die Daily Show mit Jon Stewart auf Comedy Central. Es ist das Zweitbeste, was das amerikanische Fernsehen bietet, und ich sage das Zweitbeste, weil ich nicht ausschließen will, dass es irgendwo in Arizona oder Nebraska etwas noch Besseres geben könnte, das man in Virginia nicht sehen kann. Ich kann auch nicht sagen, in welches Genre die Daily Show gehört - Politik, Unterhaltung, Komödie, Satire, Reality-Soap - von allem etwas. In jeder Folge gibt es einen Gast - Obama war auch schon da -, und gestern war es Salman Rushdie. Das kurze Gespräch zwischen Jon Stewart und Salman Rushdie müssen Sie sich ansehen: So entspannt und gelassen gehen nur sehr souveräne große Geister miteinander um. Heute war der ägyptische Satiriker und...
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Noch vor zwei Generationen gab es kaum eine größere Schande, als Mutter oder Vater eines unehelichen Kindes zu sein, in einer Schwulenbar gesehen zu werden oder einen Deserteur in der Familie zu haben. Heute ist „alleinerziehende Mutter“ eine sozial anerkannte Lebensart, Homosexualität eine unter vielen Optionen der Selbstverwirklichung und „Kriegsdienstverweigerung“ angesichts der Abschaffung des Wehrdienstes gegenstandslos geworden. Was moralisch verwerflich ist, bestimmt der Zeitgeist. Und derzeit ist kaum etwas verwerflicher als das Hinterziehen von Steuern.
Im Februar 2008 wurde der damalige Vorstandsvorsi-tzende der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, nach einer Haudurchsuchung in seiner Kölner Villa festgenommen und abgeführt – unter den Augen von Journalisten, die noch vor den Ermittlern vor Ort waren. Ein knappes Jahr...
[Weiterlesen…]19.04.2013 19:04 +Feedback
Heute Nacht unruhig geschlafen? Schlecht geträumt? Ihr E-Auto springt nicht an, weil Sie vergessen haben, es gestern mit Öko-Strom voll zu tanken? Und gleich müssen Sie zu einer Zahnwurzelbehandlung? Da können Sie sicher etwas Heiteres vertragen. Wir hätten da was. Zwei kritische Geister treffen sich zu einem Menu du jour - drei Gänge, 44.50 Euro pro Nase ohne Getränke und Trinkgeld - und plaudern zum Nachtisch, wie ungerecht es in dieser Republik zugeht und warum die BILD-Zeitung heute gefährlicher ist als vor 15 Jahren. Den Mann rechts im Bild kennen Sie, der Mann links im Bild ist ein ehemaliger Schiffsschaukelbremser, der auf einer Kirmes eine Video-Kamera gewonnen und seitdem “Internet macht”. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, Sie werden es nicht bereuen! http://www.youtube.com/watch?v=HNhyFSTPB4M
19.04.2013 04:38 +Feedback
Zu unserem Beitrag über die Anonymen Party Pupser teilt uns achgut-Leser Robin U. Folgendes mit:
Der Internetauftritt der “Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost” ist registriert auf einen Thomas Ulrich von der Organisation “Internationale Liga für Menschenrechte e.V.”, welche auch tatsächlich im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte ansässig ist.
Deren Internetpräsenz bittet derweil um Geduld, die Seite “Vorstand / Präsidium” werde zur Zeit aktualisiert. Dies steht dort allerdings schon mindestens seit Juni 2012, wie ein Blick aufs Internetarchiv archive.org zeigt.
Die JSfgFiNeV stellt die deutsche Sektion der “European Jews for a Just Peace” dar und wurde 2003 von Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Dozentin für Informatik i.R. an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und gebürtige Israelin,...
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Komiker wie Stephen Colbert (“The Colbert Report”) und Jon Stewart (“The Daily Show”) fingen am Dienstagabend ihre Sendungen mit einer Verbeugung vor den Bürgern von Boston an, die Mut und Hilfsbereitschaft in einer schrecklichen Situation bewiesen hätten. “Ich danke den Bostonians dafür, dass sie meinen Glauben an dieses Land bestätigt haben”, sagte Stewart – und plauderte Minuten später mit Tom Cruise über dessen neuen Film “Oblivion”, der am 19. April in die Kinos kommt.
Überall im Land wurde “Sweet Caroline” von Neil Diamond gesungen, ein Lied, das zur Routine bei den Baseball-Spielen der Boston Red Sox gehört. Es war wie nach den Anschlägen vom 11. September, das Land rückte zusammen, ein Amerikaner gab die Stimmung in einem Satz wieder: “Wer sich mit einem von uns anlegt, legt sich mit allen von uns an.”...
[Weiterlesen…]18.04.2013 12:44 +Feedback
Es war ein Satz, der in die Geschichte einging: «Mehr Demokratie wagen!» Willy Brandt sagte ihn am 28. Oktober 1969 in seiner Regierungs erklärung, nachdem er vom deutschen Bundestag zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler der Bundesrepublik nach dem Krieg gewählt worden war. Das ist jetzt 44 Jahre her. Inzwischen wurde der Satz vielfach variiert. In seiner neuesten Fassung lautet er: «Mehr Europa wagen!»
Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte. Der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, hat vor kurzem die Einrichtung einer «europäischen Lebensmittelpolizei» nach dem Vorbild von Europol gefordert, um internationale Lebensmittelskandale aufzuklären. Dabei gibt es in der Europäischen Kommission einen Kommissar, der für «Gesundheit und Verbraucher» zuständig ist, also genau die grenzüberschreitende Arbeit...
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