Sie haben das Recht zu schweigen. Henryk M. Broders Sparring-Arena

14.04.2013 20:36 +Feedback
Diese Aktion kennen Sie schon. Elf Promis, die sich als schwul, jüdisch, Moslems, Migranten und Türken outen. Gut, sie sind es nicht wirklich, aber der gute Wille zählt manchmal schon als Tat. Was kann Ulrich Wickert dafür, dass er nicht als Jude geboren wurde, damals in Shanghai, wohin das Schicksal seine Familie verschlagen hatte? Wie heisst es doch am Ende von “Some like it hot”? - “Nobody is perfect!”
Diese Aktion kennen Sie bestimmt noch nicht. Es geht um Frauen, die das Pech hatten, in eine Kultur hinein geboren zu werden, in der Frauen keine Menschen sondern Handelsobjekte sind. Astrid Frohloff ist nicht dabei. Die gibt derzeit ein Gastspiel als Muslima. In Deutschland, nicht in Bangladesch.
11.04.2013 15:49 +Feedback
Wuppertal liegt an der Wupper, ist die Stadt, in der Else Lasker-Schüler zur Welt kam und außerdem bekannt für seine Schwebebahn. Außerdem gibt es dort ein Landgericht, das so klamm ist, dass es seine Räumlichkeiten vermieten muss, u.a. an eine Firma, die RAP-Videos produziert. Und dabei kann es schon mal passieren, dass ein Gerichtssaal einem rebellischen jungen Mann zur Verfügung gestellt wird, der eine schwierige Kindheit hatte und nun seine Frustrationen ausagieren muss: KC Rebell, alias Hüseyin Köksecen. Was dabei passierte, können Sie hier nachlesen: http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/gerichte/essener-rapper-dreht-gewalt-video-im-gerichtssaal-29952920.bild.html Schauen Sie sich auch das kurze Video mit der Stellungnahme der extrem charmanten Sprecherin des Landgerichts an.
Jetzt geht in Wuppertal das Gerücht um, das...
10.04.2013 22:22 +Feedback
Wenn die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Konferenz über das Thema: “Neue Politik für Südamerika: Wie kann der Drogenanbau eingedämmt werden!?” organisieren und dazu einen Vertreter des Medellin-Kartells einladen würde, dann würden das sogar die Dealer und Junkies vom Bahnhof Zoo saukomisch finden. Wenn aber die “renommierte” Evangelische Akademie in Loccum eine Konferenz über das Thema „Neue Politik für den Mittleren Osten. Wie kann die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden?“ organisiert und dazu den iranischen Botschafter in Berlin und einen Vertreter des iranischen Außenministeriums einlädt, dann wird wird das vom protestantischen Establishment der Bundesrepublik entweder überhört und übersehen oder so gelassen zur Kenntnis genommen, als hätte Margot Käßmann ihren Führerschein gegen einen...
[Weiterlesen…]10.04.2013 17:47 +Feedback
Jakob Augstein zu berufen, würde bedeuten, dort wieder anzusetzen, wo Rudolf Augstein das Steuer aus der Hand legen musste – als der “Spiegel” noch ein “Sturmgeschütz der Demokratie” war und der dazugehörige Artillerist lieber ins Gefängnis ging, als sich von der Staatsmacht einschüchtern zu lassen. Als der “Spiegel” noch das Leitmedium der Republik war, das die Meinungsbildung prägte, als man sich am Sonntagabend schon auf den Montagmorgen freute. Natürlich kann auch ein Jakob Augstein nicht zaubern und die Uhr zurück drehen. Aber der Name ist eine Marke. Wie Dr. Oetker bei den Backzutaten, Melitta bei Kaffeefiltern und die Witwe Clicquot im gehobenen Champagnersegment. Da zahlt man gern ein wenig mehr als für ein No-Name-Produkt.
http://www.welt.de/kultur/medien/article115177896/Er-kann-es-Augstein-der-ideale-Spiegel-Chef.html...[Weiterlesen…]
09.04.2013 16:33 +Feedback
Dem Focus von gestern (Seite 128) kann man entnehmen, dass Tina Mendelsohn (geb. Bausmann) von mir nun auch 10.000.- Euro Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld haben will, weil ich sie u.a. das kleine Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt habe, nachdem sie sich eine Räuberpistole aus den Fingerchen gesaugt hatte, ich hätte ihr Anfang der 90er in einem Jerusalemer Cafe mein Herz ausgeschüttet. Hätte ich sie das große Xxxxx xxx Xxxxxxxxxxx genannt, würde sie jetzt wahrscheinlich 20.000.- Euro haben wollen.
Nun gut, das ZDF zahlt nicht besonders gut und das Leben in London ist vielleicht teurer als in Mainz-Gonsenheim.
Die Idee mit dem Schmerzensgeld ist aber nicht schlecht. Ich werde jetzt das ZDF verklagen, weil ich vollkommen traumatisiert bin, seit ich diese beiden Meisterstücke des öffentlich-rechtlichen Journalismus gesehen habe. Ein...
[Weiterlesen…]07.04.2013 16:10 +Feedback
Falls Sie wisssen möchten, was ein Hypokrit ist, dann schauen sie nicht im Fremdwörter-Duden nach, sondern besuchen Sie die fb-Seite von Ruprecht Polenz, CDU-MdB aus Münster und Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im Bundestag. Der hat jahrelang eine hochstapelnde Kostümjüdin gefeauturet und gefördert, weil ihm deren “israelkritische” Haltung zupass kam. Er hat seine “Pinnwand” jedem Psychopathen zur Verfügung gestellt, der sich dort über die Juden und Israel ausmähren durfte. Darauf angesprochen hat er seine Position immer mit dem Satz “Im Zweifel für die Meinungsfreiheit” rechtfertigt, z.B. hier und hier - ca. ab 9.50, aber schauen Sie sich ruhig das ganze Gespräch an, wenn Sie einen echten Charismatiker in Aktion erleben wollen.
Der Satz gilt aber nur bedingt, nämlich für Polenz und seine Rasselbande. Leser, die...
[Weiterlesen…]05.04.2013 13:12 +Feedback
Andererseits scheinen die USA über endlose Ressourcen zu verfügen. The National Institutes of Health, die föderale Gesundheitsbehörde, finanziert mit 1,5 Millionen Dollar eine wissenschaftliche Untersuchung über die Frage, warum drei von vier Lesben “obese”, also fettleibig sind. The National Science Foundation, eine Bundesstiftung zur Förderung der Wissenschaften, gibt über 380.000 Dollar für eine Studie über die Entwicklung der Geschlechtsorgane männlicher und weiblicher Wildenten aus.
Es geht um “sexuelle Konflikte, soziales Verhalten und Evolution”. Bis jetzt haben sich nur Köche und Gourmets mit der Frage beschäftigt, ob Enten oder Erpel besser schmecken. Die Universität von Indiana hat von der Washingtoner Bundesbehörde für Gesundheit und Soziales (Department of Health and Human Services) einen Zuschuss über 423.000...
[Weiterlesen…]04.04.2013 01:03 +Feedback
Wenn es denn kein Aprilscherz war, soll der zyprische Präsident Nikos Anastasiades die Absicht geäußert haben, auf Zypern ein Spielcasino zu eröffnen, um dem Land neue Einnahmequellen zu erschließen. Bislang sind solche Pläne am Widerstand der griechisch-orthodoxen Kirche gescheitert, deren Vorstellungen von Sitte und Moral mit Black Jack und Roulette nicht zu vereinbaren sind.
Aber der Staat steckt dermaßen in der Klemme, dass er sich solche Bedenken nicht mehr erlauben kann. Also wird Zypern in Kürze wohl ein oder mehrere Casinos bekommen, deren Besucher einen Beitrag dazu leisten sollen, die maroden zyprischen Finanzen zu sanieren.
Womit gleich zwei alte Weisheiten bestätigt wären. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Und: In der Not frisst der Teufel Fliegen. Auch in Berlin eröffnen derzeit überall neue...
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